Krankheiten

Hallux rigidus

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Ein Hallux rigidus (Hallux limitus, Hallux flexus, Hallux non extensus)bezeichnet eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Großzehe. Grund dafür ist meistens, dass das Gelenk im Alter verschleißt. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Neben Schmerzmitteln und orthopädischen Hilfsmitteln kann die Behandlung auch in einer Hallux rigidus-OP bestehen. Lesen Sie hier mehr zu Ursachen, Symptomen und der Therapie von Hallux rigidus.

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. Q74M20ArtikelübersichtHallux rigidus

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Hallux rigidus: Beschreibung

Ein Hallux rigidus ist nach dem Hallux valgus die zweithäufigste Funktionsstörung der Großzehe. Er entsteht meistens dadurch, dass das Gelenk durch vermehrte Belastung verschleißt (Arthrose). Die Großzehe (hallux) lässt sich dann nur unter Schmerzen und eingeschränkt (limitus) bewegen. Schreitet die Erkrankung weiter voran, kann das Großzehengrundgelenk beim auch vollständig versteifen (Hallux limitus).

Hallux rigidus tritt oft bei älteren Menschen auf. Auch wenn insgesamt etwas mehr Männer betroffen sind, haben Frauen meist früher Beschwerden, weil sie oft hohe Absätze tragen.

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Hallux rigidus: Symptome

Von Hallux rigidus ist meist nur ein Fuß betroffen. Anfangs können die kurzen Fußmuskeln häufiger zucken. Die Großzehe weist eine Schwellung auf und kann nur eingeschränkt und unter Schmerzen nach oben bewegt werden. Manchmal kann man sogar hören, dass Knorpel- und Knochenstücke aneinander reiben (Krepitation). Auch das Auftreten mit dem Fußballen ist schmerzhaft, weshalb der Patient den Fuß beim Gehen nicht richtig abrollt. Stattdessen wird der Fuß mit dem Fußaußenrand aufgesetzt. Durch das veränderte Gangbild können sich am äußeren Fußrand schmerzhafte Schwielen bilden. Am Fußrücken können sich über der Großzehe knöcherne Ausziehungen bilden, die oft druckschmerzhaft sind.

Im Verlauf der Erkrankung lösen sich manchmal kleine Gelenkkörper. Gelangen sie in den Gelenkspalt, kann das Gelenk blockiert werden. Schreitet der Hallux rigidus weiter fort, versteift das Großzehengrundgelenk zunehmend. Schließlich kann die Großzehe dann weder nach oben noch nach unten bewegt werden.

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Hallux rigidus: Ursachen und Risikofaktoren

Bisher ist nicht eindeutig geklärt, warum ein Hallux rigidus entsteht. Es werden aber unterschiedliche Faktoren diskutiert, die den Gelenkverschleiß (Arthrose) in der Großzehe fördern und dadurch diese Erkrankung begünstigen. Dazu zählen:

  • Schuhe, die nicht die passende Fußform haben
  • Fußform: schmale, lange Füße, lange Großzehe
  • Fehlstellungen wie Plattfuß, nach innen gekippter Fuß, Fehlstellung nach Lähmung
  • Fehl- oder Überbelastung durch ein abnormers Gangbild oder Übergewicht
  • Trauma: Verletzungen, Knochenbrüche, Entzündungen, Komplikationen nach Fußoperation
  • Stoffwechsel- oder Wachstumsstörungen

Im Zuge der Arthrose im Großzehengrundgelenk wird der Gelenkspalt schmaler. Die Gelenkflächen verknöchern und können sich entzünden (Synovitis). Das teilweise geschwollene Gelenk lässt sich nur noch unter Schmerzen und eingeschränkt bewegen. Schreitet der Hallux rigidus weiter voran, kann der Gelenkspalt durch Umbauvorgänge vollständig geschlossen werden. Das Gelenk ist dann vollständig versteift.

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Hallux rigidus: Untersuchungen und Diagnose

Der Arzt untersucht, wie beweglich das Großzehengrundgelenk ist. Schmerzen, Schwellung und Reibegeräusche von Knochen und Knorpel weisen auf einen Hallux rigidus hin. Außerdem beurteilt er die Schwielenbildung am Fuß und das Gangbild. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung treten teilweise Knochenausziehungen am Zehenrücken auf. Deren Abtasten bereitet dem Patienten Schmerzen. Ein Röntgenbild liefert erst sehr spät Hinweise für einen Hallux rigidus. Der Arzt kann darauf erkennen, ob der Gelenkspalt verschmälert ist und die Gelenkoberflächen verknöchert sind.

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