Krankheiten

Gebärmutterhalskrebs

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Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für lifelikeinc.com - zuerst als Redakteurin und seit 2012 als freie Autorin.

Mehr über die lifelikeinc.com-ExpertenAn Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) erkranken Frauen im Schnitt mit 53 Jahren. Auslöser ist in der Regel eine bestimmte Virusinfektion (HPV) im Genitalbereich. In frühen Stadien ist Gebärmutterhalskrebs fast immer heilbar. Mit zunehmender Ausbreitung des Tumors sinken die Heilungschancen. Lesen Sie hier alles Wichtige über Ursachen, Symptome, Diagnose, Behandlung, Prognose und Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs!

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. C53C57ArtikelübersichtGebärmutterhalskrebs

  • Anatomie
  • Ursachen & Risikofaktoren
  • Symptome
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Reha und Nachsorge
  • Verlauf und Prognose
  • Vorbeugung

Kurzübersicht

  • Was ist Gebärmutterhalskrebs? Eine bösartige Zellwucherung im Bereich des Gebärmutterhalses.
  • Häufigkeit: Für das Jahr 2018 werden in Deutschland ungefähr 4.300 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs erwartet. Diese Neuerkrankungsrate ist seit Ende der 1990er Jahre weitgehend stabil. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 53 Jahren. Frauen, die an einer Vorstufe des Zervixkarzinoms erkranken (In-situ-Karzinom), sind im Schnitt 34 Jahre alt.
  • Ursachen: vor allem eine Infektion mit den sexuell übertragbaren Humanen Papillom-Viren (HPV). Weitere Risikofaktoren sind etwa Rauchen, häufig wechselnde Sexualpartner, viele Geburten, schlechte Genitalhygiene und Langzeiteinnahme der "Pille".
  • Symptome: meist erst in fortgeschrittenen Krebsstadien, z.B. Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr oder nach den Wechseljahren, starke Regelblutungen, Zwischen- oder Schmierblutungen, Ausfluss (oft übel riechend oder blutig), Schmerzen im Unterbauch etc.
  • Therapie: Operation, Strahlen- und/oder Chemotherapie, zielgerichtete Therapie (Antikörpertherapie)
  • Prognose: Je früher Gebärmutterhalskrebs erkannt und behandelt wird, desto höher sind die Heilungschancen.
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Gebärmutterhalskrebs: Anatomie

Der Gebärmutterhals (Zervix) bildet den Übergang zwischen dem Gebärmutterkörper (Uterus) und der Scheide (Vagina). Durch ihn gelangen Spermien beim Geschlechtsverkehr aus der Scheide in die Gebärmutterhöhle im Inneren des Uterus.

Die Öffnung des Gebärmutterhalses zur Scheide hin wird äußerer Muttermund genannt. Die Öffnung zum Gebärmutterkörper hin heißt innerer Muttermund.

Der Gebärmutterhals ist innen von einer Schleimhaut ausgekleidet: Sie besteht aus einem Deckgewebe (Plattenepithel) und darin eingelagerten Schleimdrüsen. Wenn sich die Schleimhaut des Gebärmutterhalses bösartig verändert, spricht man Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom). Er geht in den meisten Fällen vom Plattenepithel aus und zählt dann zu den sogenannten Plattenepithelkarzinomen. Seltener entwickelt sich das Zervixkarzinom aus dem Drüsengewebe der Schleimhaut. Dann handelt es sich um ein Adenokarzinom

Bei den meisten Patientinnen entsteht der Gebärmutterhalskrebs im Bereich des äußeren Muttermundes.

Anatomie der inneren weiblichen GeschlechtsorganeDer Gebärmutterhals ist der schmale, unterste Abschnitt der Gebärmutter im Übergang zur Scheide.

Gebärmutterhalskrebs darf nicht verwechselt werden mit Gebärmutterkrebs (Gebärmutterkörperkrebs). Letzterer wird in der medizinischen Fachsprache auch "Uteruskarzinom", Endometriumkarzinom" oder "Korpuskarzinom" genannt.

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