Krankheiten

Gelbfieber

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Gelbfieber ist eine lebensbedrohliche virale Infektionskrankheit, die durch Mücken übertragen wird. Sie tritt ausschließlich im tropischen Afrika und Südamerika auf. Bei schwerer Verlaufsform endet Gelbfieber in mehr als jedem zweiten Fall tödlich. Aus diesem Grund ist eine vorbeugende Impfung gegen die Infektion sehr wichtig. Bei der Ein- und Ausreise in manche Länder ist sie sogar zwingend vorgeschrieben. Hier lesen Sie alles Wichtige zum Gelbfieber.

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. A95ArtikelübersichtGelbfieber

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Gelbfieber: Beschreibung

Gelbfieber wird durch das Gelbfieber-Virus verursacht. Es wird durch den Stich von infizierten Gelbfieber-Mücken (Ägyptische Tigermücke, Aedes aegypti) auf den Menschen übertragen. Die Erkrankung tritt nur in bestimmten Regionen der Erde dauerhaft auf. Diese werden als Gelbfieber-Endemiegebiete bezeichnet. Sie liegen im tropischen Afrika und Südamerika. Reisende mit entsprechendem Reiseziel sollten sich unbedingt vorher informieren, ob eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben ist. Asien, Australien, Europa und Ozeanien gelten derzeit als gelbfieberfrei.

Tropenmediziner gehen jährlich von etwa 200.000 Gelbfieber-Erkrankungen und 30.000 Todesfällen weltweit aus. Etwa 90 Prozent davon sind in Afrika zu verzeichnen. Jeder Verdacht, jede Erkrankung und jeder Tote durch Gelbfieber ist meldepflichtig. Trotzdem schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. Das heißt, dass noch mehr Menschen an Gelbfieber erkranken, aber diese Fälle entweder nicht gemeldet oder nicht als solche erkannt werden.

Man unterscheidet zwei Formen des Gelbfiebers: das Dschungel-Gelbfieber und das Stadt-Gelbfieber. Die Namensgebung hängt davon ab, wo und von wem man sich ansteckt. Ursprünglich ist das Reservoir der Erreger, das heißt, die Tiere, in denen sich die Viren normalerweise aufhalten und vermehren, im Dschungel lebende Affen. Stechmücken übertragen dort die Viren von einem Affen auf den anderen. Wenn Menschen sich im Dschungel aufhalten, besteht die Gefahr, dass sie ebenfalls gestochen werden und sich infizieren. Aufgrund der Herkunft wird diese Art als Dschungel-Gelbfieber bezeichnet. Es betrifft hauptsächlich junge Männer wie zum Beispiel Waldarbeiter.

Im Gegensatz dazu steht das Stadt-Gelbfieber. Hierbei hält sich ein an Gelbfieber erkrankter Mensch bei anderen Menschen auf. Sind jetzt noch die Überträgermücken präsent, besteht die Gefahr einer Epidemie. Das heißt, über die Stechmücken breitet sich das Gelbfieber von Mensch zu Mensch in einer bestimmten Region aus.

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Gelbfieber: Symptome

Die Gelbfieber-Symptome entwickeln sich etwa drei bis sechs Tage nach der Ansteckung. Diese Zeitspanne wird Inkubationszeit genannt. Gelbfieber hat in circa 85 Prozent der Fälle einen milden Verlauf, der in etwa den Beschwerden eines grippalen Infekts entspricht. Bereits nach wenigen Tagen fühlen sich die Betroffenen wieder besser und es tritt die Genesung ein. In den restlichen 15 Prozent der Fälle verläuft die Erkrankung jedoch sehr schwer. Dabei tritt vor allem ein Organversagen von Leber und Niere auf. Im weiteren Verlauf kann es im Rahmen eines Multiorganversagens zu Blutungen am ganzen Körper kommen. Aus diesem Grund wird das Gelbfieber zur Gruppe der hämorrhagischen Fieber (wie auch Ebola, Lassa-Fieber, etc.) gezählt. Etwa 50 bis 60 Prozent der Menschen mit dieser schweren Verlaufsform versterben.

Achtung! Gelbfieber ist nicht zu verwechseln mit Gelbsucht. Unter Gelbsucht versteht man umgangssprachlich eine Gelbfärbung (Ikterus) der Haut und Augen aufgrund eines gestörten Galleabflusses, zum Beispiel bei Hepatitis (Leberentzündung) oder Cholangitis (Gallengangentzündung). Ein Ikterus kann zwar beim Gelbfieber auftreten, ist jedoch nur eines der möglichen Symptome.

Leichter Verlauf (circa 85 Prozent)

Etwa drei bis vier Tage lang klagen die Patienten über grippeartige Symptome. Dazu zählen:

  • Fieber bis zu 40 °C
  • Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Video: Gelbfieber - Ein Überblick (August 2020).

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