Pin
Send
Share
Send
Send


Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für lifelikeinc.com - zuerst als Redakteurin und seit 2012 als freie Autorin.

Mehr über die lifelikeinc.com-ExpertenDie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine Hirnhaut- beziehungsweise Gehirnentzündung. Auslöser ist das FSME-Virus, das durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen wird. Mehr als 40 Prozent der FSME-Patienten brauchen nachher längerfristige Rehabilitationsmaßnahmen, etwa aufgrund von Lähmungen. In manchen Fällen endet die Infektion tödlich. Lesen Sie hier alles Wichtige zum Thema: Was ist FSME? Wo liegen die FSME-Gebiete? An welchen Symptomen erkennt man die Erkrankung? Wie wird FSME diagnostiziert und behandelt?

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. Z24A84ArtikelübersichtFSME

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Impfung gegen FSME
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose
  • Vorbeugung

Kurzübersicht

  • Was ist FSME? FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Das ist eine virusbedingte akute Entzündung der Hirnhäute (Meningitis) und eventuell auch des Gehirns (Enzephalitis) und des Rückenmarks (Myelitis).
  • Symptome: Meist keine Symptome oder nur grippeähnliche Beschwerden. In den übrigen Fällen hängt es von der Ausbreitung der Entzündung im zentralen Nervensystem ab, welche Symptome FSME verursacht. Möglich sind Fieber, Kopfschmerzen, Nackenstarre und Lichtscheu, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, neurologische Ausfallserscheinungen wie Schluck- und Sprechstörungen, Lähmungen, Krampfanfälle etc.
  • Diagnose: Arzt-Patient-Gepräch (Anamnese), Blutuntersuchungen, Entnahme und Analyse einer Nervenwasserprobe (Liquorpunktion), evtl. Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT)
  • Behandlung: nur symptomatisch möglich, etwa mit schmerzstillenden und krampflösenden Mittelns. Bei neurologischen Symptomen wie Bewegungsstörungen oder Lähmungen evtl. Krankengymnastik, Ergotherapie oder Logopädie. In schweren Fällen Behandlung auf der Intensivtstation.
  • Prognose: FSME heilt meist folgenlos aus. Je ausgedehnter aber die Entzündung im zentralen Nervensystem, desto eher kommt es zu schweren Verläufen und lang anhaltenden Beschwerden (wie Lähmungen). Letztere können auch lebenslang bestehen bleiben. An einer FSME mit Befall des Nervensystems stirbt etwa einer von Hundert Patienten.
Zum Inhaltsverzeichnis

FSME: Beschreibung

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine akute Entzündung der Hirnhäute und oftmals auch zusätzlich des Gehirns und des Rückenmarks. Sie wird vom FSME-Virus ausgelöst. In Deutschland übertragen fast immer Zecken FSME. Daher wird die Erkrankung auch Zeckenenzephalitis genannt. Selten erfolgt die Übertragung durch virusinfizierte Rohmilch von Ziegen, Schafen und - extrem selten - Kühen. Eine FSME-Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

FSME: Selten, aber gefährlich

Nicht jeder Zeckenstich (umgangssprachlich: Zeckenbiss) führt zu einer FSME-Infektion und nicht jede Infektion zur Erkrankung: In den Risikogebieten Deutschlands tragen nur etwa 0,1 bis fünf Prozent der Zecken das FSME-Virus in sich. Wenn solche infizierten Zecken Menschen stechen und dabei das Virus übertragen, entwickelt nur bis zu einem Drittel der Betroffenen tatsächlich eine Frühsommer-Meningoenzephalitis. Bei den meisten Infizierten zeigen sich keinerlei Symptome.

Allerdings sollte man bedenken, dass die Erkrankung schwerwiegend verlaufen und sogar tödlich enden kann: Der Heilungsprozess kann sich über Monate hinziehen. Manchmal bleiben dauerhafte neurologische Einschränkungen (wie Konzentrationsprobleme) zurück. Bei etwa einem von Hundert Patienten führt der FSME-Befall des Nervensystems zum Tod.

FSME: Häufigkeit

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland über 450 FSME-Erkrankungen registriert. Die Fallzahlen sind von Jahr zu Jahr aber recht unterschiedlich. So wurden beispielsweise im Jahr 2012 weniger als 200 FSME-Erkrankungen gemeldet, während es 2006 mehr als 540 waren.

Hauptsächlich infizieren sich Menschen bei Freizeitaktivitäten in der Natur mit FSME, beispielsweise beim Zelten oder Wandern. Die meisten Erkrankungen beobachtet man im Frühjahr und Sommer.

Kinder bekommen häufiger Zeckenstiche als Erwachsene und sind deshalb generell gefährdeter, an FSME zu erkranken. Bei ihnen verläuft die Infektion in der Regel aber mild und heilt ohne bleibende Schäden aus.

Video: Gefährliche FSME-Erkrankungen durch Zecken nehmen zu (August 2020).

Pin
Send
Share
Send
Send