Krankheiten

Fußpilz

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Carola Felchner

Carola Felchner ist freie Autorin in der lifelikeinc.com und geprüfte Trainings- und Ernährungsberaterin. Sie arbeitete bei verschiedenen Fachmagazinen und Online-Portalen, bevor sie sich 2015 als Journalistin selbstständig machte. Vor ihrem Volontariat studierte sie in Kempten und München Übersetzen und Dolmetschen.

Mehr über die lifelikeinc.com-ExpertenJucken und Hautschuppung an den Füßen sind mögliche Symptome für Fußpilz (Tinea pedis oder Tinea pedum). Diese Hautpilzerkrankung der Füße ist sehr ansteckend, lässt sich aber gut behandeln. Ohne Therapie kann er allerdings chronisch werden. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Welche Symptome verursacht Fußpilz? Was tun gegen die Beschwerden? Wie diagnostiziert der Arzt überhaupt Fußpilz? Wie kann man ihm vorbeugen?

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. B35ArtikelübersichtFußpilz

  • Symptome
  • Behandlung
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen
  • Verlauf und Prognose
  • Fußpilz vorbeugen

Kurzbeschreibung: Fußpilz

  • Beschreibung: Hautpilzerkrankung an den Füßen, ausgelöst meist durch Fadenpilze
  • Symptome: Jucken, Hautschuppung, manchmal Bläschenbildung und Nässen
  • Behandlung: pilzabtötende Mittel (Antimykotika), die entweder äußerlich (Cremes, Salben etc.) oder innerlich (Tabletten) angewendet werden
  • Auslöser: feucht-warme Umgebung, geschwächtes Immunsystem, geschädigter Säureschutzmantel der Haut
  • Ansprechpartner: Hautarzt oder Facharzt für Fußkrankheiten (Podologe)
  • Prognose: Bei gezielter Therapie heilt Fußpilz für gewöhnlich vollständig aus.
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Fußpilz - Symptome

Die Fußpilz-Symptome beschränken sich zu Beginn der Infektion zunächst auf die Haut. Meist spüren Betroffene erst ein Jucken, dann rötet sich die Haut leicht und beginnt zu schuppen. Letzteres tut sie zwar immer, auch bei gesunden Menschen. Bei einer Fußpilz-Infektion sind die sich lösenden Hautstückchen aber größer und zahlreicher. So erkennt man sie mit bloßem Auge. Die Hautschuppung verstärkt sich innerhalb weniger Tage. Oft bilden sich weißliche Hautplatten am Fuß, die ein bisschen wie Hornhaut aussehen, aber viel weicher sind.

Die Hautschuppen sind nicht nur wenig ansehnlich. In der abgeriebenen Haut können Pilzsporen tagelang überleben und auf andere Menschen übertragen werden.

Tut man in diesem Stadium nichts gegen die Fußpilz-Infektion, können sich Risse in der verhornten Haut bilden, die beim Gehen wehtun. Manchmal nässen die befallenen Stellen auch oder es bilden sich kleine Bläschen, besonders an der Fußsohle.

Platzen die Bläschen auf, kann das ebenfalls schmerzhaft werden. Außerdem können leicht weitere Krankheitserreger eindringen. Auf diese Weise können etwa Bakterien schwere Hautentzündungen verursachen. Das kann zum Beispiel eine Wundrose (Erysipel) sein. Sie entwickelt sich sehr oft bei Fußpilz zwischen den Zehen (Interdigitalmykose).

  • „Legen Sie Feuchtstellen trocken“

    Drei Fragen an

    Prof. Dr. med. Hans Michael Ockenfels,
    Facharzt für Dermatologie
  • 1

    Geht Fußpilz auch von selbst wieder weg?

    Prof. Dr. med. Hans Michael Ockenfels

    Theoretisch können auch Pilzinfektionen mit Hilfe der körpereigenen Abwehr ausgeheilen. Das Problem ist aber, dass Pilzinfektionen die Oberhaut betreffen. Hier ist es für die Immunzellen deutlich schwerer, Pilzfäden abzutöten, als wenn diese etwas tiefer in der Haut sitzen würden. Dazu kommt, dass unbehandelter Fußpilz sich auch auf die Nägel ausweiten kann. Und Nagelpilz ist deutlich schwerer zu behandeln.

  • 2

    Kann ich mich mit Fußpilz immer wieder selbst anstecken?

    Prof. Dr. med. Hans Michael Ockenfels

    Nach nur wenigen Tagen der Behandlung mit einer Anti-Pilz- (antimykotischen) Creme hört der Juckreiz auf und die Rötung auf der Haut, insbesondere im Bereich der Zehenzwischenräume, nimmt ab. Dies ist trügerisch, da nach dem Absetzen der Creme ein Rückfall droht. Dieser Rückfall ist eher zurückzuführen auf die abgebrochene Cremetherapie und nicht unbedingt auf die erneute Ansteckung durch Pilzfäden in Wäsche oder Schuhen.

  • 3

    Wie lange dauert eine Fußpilz-Behandlung?

    Prof. Dr. med. Hans Michael Ockenfels

    Eine Fußpilzbehandlung sollten Sie mindestens eine Woche über das Abklingen der akuten Symptome, das heißt in der Regel mindestens zehn Tage durchführen. Ein Tipp: Insbesondere der Bereich der Zehenzwischenräume ist wichtig. Wenn Sie hier Feuchtstellen trockenlegen, etwa durch Leinenläppchen, unterstützt das Ihre Cremetherapie.

  • Prof. Dr. med. Hans Michael Ockenfels,
    Facharzt für Dermatologie

    Der Direktor der Haut- und Allergieklinik am Klinikum Hanau in Hanau ist zusätzlich noch Facharzt der Venerologie, Allergologie, Proktologie und medikamentöse Tumortherapie.

Formen von Fußpilz

Im Zwischenraum der Zehen siedelt sich Fußpilz besonders gerne an. Er mag die feucht-warmen Bedingungen, die dort herrschen. Neben der Interdigitalmykose gibt es aber auch andere Erkrankungsformen. Insgesamt unterscheiden Mediziner folgende Formen von Fußpilz:

Fußpilz zwischen den Zehen (Interdigitale Form)

Hier treten erste Symptome zwischen den Zehen auf, am häufigsten zwischen dem dritten und vierten Zeh. Nach und nach breitetet sich der Fußpilz dann auf die anderen Zehenzwischenräume aus. Die befallene Haut ist gerötet und juckt. An den Zehenseiten bilden sich kleine Bläschen. Wenn die Haut aufweicht, können sich zusätzlich Bakterien ansiedeln. Das macht sich beispielsweise in unangenehmem Geruch bemerkbar.

Verhornender Fußpilz (Squamös-hyperkeratotische Form)

Er betrifft sind vor allem die Fußsohlen: Die Fußpilz-Symptome treten zuerst an den Ballen und der Ferse auf. Dann breiten sie sich auf die Fußkanten und den Fußrücken aus. Die betroffenen Hautstellen sind schuppig und übermäßig stark verhornt. Viele Patienten glauben einfach, sie hätten besonders trockene Haut an den Füßen.

Diese Fußpilz-Form nennt man aufgrund ihrer Ansiedlung auch „Mokassin-Mykose“, wobei der Begriff „Mykose“ Pilzerkrankung bedeutet. Besonders anfällig dafür sind Diabetiker.

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