Krankheiten

Magenschleimhautentzündung

Pin
Send
Share
Send
Send


Typisch für eine Magenschleimhautentzündung sind Bauchbeschwerden wie Völlegefühl oder Schmerzen im Oberbauch. Die Patienten haben keinen Appetit, oft ist ihnen übel. Eine Gastritis kann akut auftreten oder chronisch verlaufen. Oft bessert schon eine Schonung des Magens die Beschwerden, in schwereren oder chronischen Fällen helfen Medikamente. Lesen Sie hier, wie Sie eine Magenschleimhautentzündung erkennen und was Sie tun können.

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. K29K52

Trinken Sie mehrmals täglich eine Tasse Kamillentee auf nüchternen Magen. Kamille ist eine bewährte Heilpflanze und wirkt entzündungshemmend und antibakteriell.

Dr. med. Mira SeidelArtikelübersichtMagenschleimhautentzündung
  • Kurzübersicht
  • Symptome
  • Ursachen
  • Therapie
  • Diagnose
  • Prognose

Kurzübersicht

  • Symptome: Völlegefühl, Schmerzen im Oberbauch, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Sodbrennen, Aufstoßen, seltener Verdauungsprobleme
  • Ursachen: reizende Stoffe (z.B. Alkohol, Medikamente), Stress, Magenkeim Helicobacter pylori, Autoimmunreaktionen
  • Behandlung: Schonkost, Säurebinder, Protonenpumpenhemmer, Entspannungsübungen
  • Ernährung: Leichte Kost, Verzicht auf Alkohol und scharfe Gewürze, dünsten statt braten
  • Gefahren: Lebensgefahr bei blutenden Geschwüren, langfristig erhöhtes Risiko für Magenkrebs
Zum Inhaltsverzeichnis

Magenschleimhautentzündung: Symptome

Eine Gastritis kann verschiedene unspezifische Beschwerden verursachen. Die Hauptsymptome sind sowohl für eine akute als auch eine chronische Gastritis typisch. Allerdings treten sie bei der akuten Form plötzlich auf, während sich eine chronische Magenschleimhautentzündung schleichend entwickelt.

Häufige Symptome einer Gastritis sind:

  • Völlegefühl
  • Schmerzen im Oberbauch
  • verminderter Appetit
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Sodbrennen
  • Aufstoßen
  • Mundgeruch

Seltener sind:

  • Blähungen
  • fader Geschmack im Mund
  • früh einsetzendes Sättigungsgefühl
  • Rückenschmerzen
  • Durchfall
  • "Medikamente können anfällig machen"

    Drei Fragen an

    Dr. med. Peter Strauven,
    Facharzt für Allgemein- und Ernährungsmedizin
  • 1

    Wer ist besonders anfällig für eine Magenschleimhautentzündung?

    Dr. med. Peter Strauven

    Das sind zum Beispiel Menschen, die viel Alkohol trinken. Es gibt aber auch Medikamente, die anfällig machen. Dazu gehören Blutverdünner, Acetylsalicylsäure oder Schmerzmittel wie Ibuprofen und Diclofenac. Sie greifen als Nebenwirkung die Magenschleimhaut an. Nicht zuletzt kann das Bakterium Helicobacter pylori auch eine Magenschleimhautentzündung auslösen.

  • 2

    Wie lange muss ich bei einer Gastritis den Magen schonen?

    Dr. med. Peter Strauven

    Bei einer deutlichen Gastritis nimmt man für mindestens drei Wochen einen Säureblocker ein. Die Magenschleimhaut kann sich so wieder regenerieren. In leichten Fällen helfen auch Basenpräperate. So oder so gilt: Sie unterstützen die Genesung mit Rauch- und Alkoholverzicht sowie Stressvermeidung. Wer dann beschwerdefrei ist, sollte weiter darauf achten, seine Stressbelastung in Grenzen zu halten.

  • 3

    Kann ich einer Magenschleimhautentzündung vorbeugen?

    Dr. med. Peter Strauven

    Auf keinen Fall präventiv Säureblocker nehmen! Dadurch hemmt man u. a. die Verdauungsleistung: Der Magen braucht Säure zur Verdauung. Grundsätzlich halten Sie Ihren Magen mit einem harmonischen Leben fit. Das heißt: Ein geregelter Tagesablauf, Sport, Alkohol in Maßen möglichst nicht Rauchen und genügend Schlaf. Und: „Gut gekaut, ist halb verdaut“ - essen Sie drei Mal am Tag in Ruhe, ohne Hast und nicht im Stehen.

  • Dr. med. Peter Strauven,
    Facharzt für Allgemein- und Ernährungsmedizin

    Dr. med. Peter Strauven - Facharzt für Allgemein- und Ernährungsmedizin und MSc in Preventive Medicine - führt eine ganzheitliche Privatpraxis in Bonn unter anderem mit dem Behandlungs-Schwerpunkt Magen-Darm-Erkrankungen.

Symptome der Chronischen Gastritis

Bei einer chronischen Gastritis unterscheidet man, abhängig von den Ursachen, die Typen A, B und C sowie verschiedene Sonderformen.

Symptome der Typ-A-Gastritis

Bei einer Typ-A-Gastritis wird weniger Magensäure produziert. Das kann Verdauungsbeschwerden verursachen. Außerdem hat diese Gastritis-Form einen Vitamin B12-Mangel zur Folge, der eine sogenannten perniziösen Anämie auslöst, eine spezielle Form von Blutarmut. Symptome sind dann unter anderem Missempfindungen, Müdigkeit und Erschöpfung.

Pin
Send
Share
Send
Send