Krankheiten

Fruktoseintoleranz

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Menschen mit einer Fruktoseintoleranz können Fruchtzucker nicht richtig verdauen. Die Stoffwechselstörung kann angeboren oder erworben sein. Das bedeutet aber nicht, dass Betroffene völlig auf Obst verzichten müssen. Kleine Mengen werden normalerweise vertragen. Anders ist das bei der seltenen hereditären Fruktoseintoleranz, hier muss auf eine sehr strikte Fruktoseintoleranz-Ernährung geachtet werden. Lesen Sie alles Wichtige zu den beiden Formen der Fruktoseintoleranz.

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. E74

Ein Ernährungsberater kann Ihnen Tipps geben, von welchen Essgewohnheiten Sie lieber Abstand halten sollten.

Dr. med. Mira SeidelArtikelübersichtFruktoseintoleranz
  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Fruktoseintoleranz - Tabelle
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Fruktoseintoleranz: Beschreibung

Bei der Fruktoseintoleranz (Fruktosemalabsorption) handelt es sich um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, bei der Fruchtzucker (Fruktose) nur eingeschränkt oder überhaupt nicht vertragen wird. Das heißt, Fruchtzucker wird im Dünndarm nicht richtig in die Blutbahnaufgenommen. Er gelangt in den Dickdarm und wird dort von Bakterien zersetzt. Dabei entstehen Gase, die oft zu Bauchschmerzen oder anderen Symptomen führen können.

Fruktose befindet sich nicht nur in Obst und Gemüse, sondern in vielen Lebensmitteln wie beispielsweise Säfte, Bier, Gemüse, Honig und Süßigkeiten. 15 bis 25 Prozent der Menschen in Deutschland leiden unter einer Fruchtzuckerunverträglichkeit, so das Deutsche Ärzteblatt (Stand 2013). Forscher gehen davon aus, dass diese Zahl noch weiter steigen wird, da Fruktose als Süßungsmittel in immer mehr Fertigprodukten und Getränken zum Einsatz kommt.

Es existieren eine angeborene, sowie eine erworbene Fruktosemalabsorption. Die erworbene Form kann im Laufe des Lebens oder durch eine spezielle Diät verschwinden.

Fruktoseintoleranz - was darf ich essen?Wer keinen Fruchtzucker verträgt, muss nicht komplett auf Obst verzichten. Sehen Sie hier, was Sie essen dürfen und wieso es sogar wichtig sein kann, regelmäßig kleine Mengen Fruktose zu sich zu nehmen.Wer keinen Fruchtzucker verträgt, muss nicht komplett auf Obst verzichten. Sehen Sie hier, was Sie essen dürfen und wieso es sogar wichtig sein kann, regelmäßig kleine Mengen Fruktose zu sich zu nehmen.

Hereditäre Fruktoseintoleranz (HFI)

Eine Variante der Fruchtzuckermalabsorption ist die hereditäre Fruktoseintoleranz. Sie tritt schon im Säuglingsalter auf. Dabei handelt es sich um einen angeborenen, potenziell lebensbedrohlichen Defekt des Fruktosestoffwechsels. Schon geringe Mengen Fruktose können bei den Betroffenen schwere gesundheitliche Komplikationen auslösen. Diese Form der Fruchtzuckerunverträglichkeit bleibt ein Leben lang bestehen und erfordert ebenfalls lebenslang eine spezielle Diät.

Die HFI ist sehr selten. Um die Zahl zu verdeutlichen, arbeitet das Journal für Ernährungsmedizin mit folgendem Größenvergleich: Wenn von 130.000 Einwohnern ungefähr 2.000 an einer Fruktoseunverträglichkeit leiden, liegt durchschnittlich bei einem davon eine hereditäre Fruktoseintoleranz vor.

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