Krankheiten

Fleckfieber

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Fleckfieber ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Diese werden durch Kleiderläuse auf den Menschen übertragen. In Deutschland kommt es extrem selten vor. Typisch sind hohes Fieber, das tagelang anhält, und Hautausschlag. Mit rechtzeitiger Behandlung heilt Fleckfieber folgenlos ab. Hier lesen Sie alles Wichtige zum Fleckfieber.

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. A75A77ArtikelübersichtFleckfieber

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Fleckfieber: Beschreibung

Das Fleckfieber (auch Läusefleckfieber) ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Rickettsia prowazekii hervorgerufen wird. Übertragen werden die Keime durch blutsaugende Kleiderläuse.

Das Fleckfieber ist in Deutschland heutzutage sehr selten. Zuletzt kam es während der Weltkriege in Europa zu Fleckfieber-Epidemien. Denn damals mussten die Menschen zum Teil unter schlechten, hygienischen Bedingungen leben, zum Beispiel in Flüchtlingsgebieten. Trotzdem kommt die Krankheit auch heute noch in manchen Teilen der Welt vor, zum Beispiel in Ostafrika und in den Andentälern Südamerikas.

Das Fleckfieber ist nicht zu verwechseln mit Typhus. Volksmündliche Begriffe wie „Läusetyphus“ oder „Flecktyphus“ sind irreführend. Typhus ist eine Infektionskrankheit, die durch Salmonellen hervorgerufen wird. Zu Missverständnissen kann es auch im angelsächsischen Sprachraum kommen. Dort wird das Fleckfieber als „typhus“ oder „thypus fever“ bezeichnet. Typhus heißt auf Englisch „typhoid fever“.

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Fleckfieber: Symptome

Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch von Fleckfieber (Inkubationszeit) beträgt 10 bis 14 Tage. Die Symptome setzen plötzlich ein: Es zeigen sich vor allem grippeähnliche Symptome, also starke Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl oder Lethargie.

Typisch für Fleckfieber sind aber vor allem hohes Fieber und Hautausschlag. Das Fieber verläuft dabei sehr charakteristisch: Es steigt in den ersten zwei Krankheitstagen schnell auf 41 °C an, oft begleitet von Schüttelfrost. Anschließend hält es sich für mindestens zehn Tage, bevor die Entfieberung beginnt. Diese dauert etwa vier bis fünf Tage.

Am vierten bis siebten Krankheitstag bekommen die Fleckfieber-Patienten einen Hautausschlag (Exanthem). Dieser beginnt am Rumpf und breitet sich schnell auf die Extremitäten aus. Das Gesicht sowie die Hand- und Fußflächen bleiben ausgespart. Das Exanthem ist gekennzeichnet durch Flecke (Makulae), die ein buntes Bild zeigen: Einige Flecken sind hochrot, andere lila oder rosa. Außerdem kommt es zu Hautblutungen (Petechien).

Andere Symptome, die beim Fleckfieber beobachtet werden, sind:

  • Unruhe
  • Zittern der Hände (Tremor)
  • Sprachstörungen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Gewalttätigkeit

Das Fleckfieber begünstigt weitere Infektionen durch andere Bakterien, sogenannte Sekundärinfektionen. Dazu zählen unter anderem:

  • Hirnhautentzündung (Meningitis)
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Herzmuskelentzündung (Myokarditis)

Daher können zusätzlich zu den Fleckfieber-Symptomen Anzeichen dieser Krankheiten auftreten.

Video: Kampf dem Fleckfieber (August 2020).

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