Krankheiten

Stuhluntersuchung

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Bei einer Stuhluntersuchung wird der menschliche Kot auf Krankheitserreger und Blutbeimengungen hin analysiert. Das hilft dem Arzt bei der Diagnose von Magen-Darm-Erkrankungen sowie der Therapieplanung. Eine Stuhluntersuchung gehört ab dem 50. Lebensjahr zur Krebsvorsorgeuntersuchung. Erfahren Sie hier mehr über Ablauf und Auswertung der Stuhluntersuchung!

ArtikelübersichtStuhluntersuchung

  • Was ist eine Stuhluntersuchung?
  • Wann führt man eine Stuhluntersuchung durch?
  • Was macht man bei einer Stuhluntersuchung?
  • Welche Risiken birgt eine Stuhluntersuchung?
  • Was muss ich nach einer Stuhluntersuchung beachten?

Was ist eine Stuhluntersuchung?

Der menschliche Kots gibt durch seine Farbe, Masse, Härte und seinen Geruch Auskunft über den Zustand des Verdauungstrakts. Im Normalfall besteht der Kot zum größten Teil aus Wasser, Nahrungsresten, Bakterien und abgetragenen Schleimhautzellen. Seine Farbe erhält er durch abgebaute Gallefarbstoffe.

Wenn sich rote Blutbeimengungen sichtbar auf dem Stuhl befinden, kommen diese wahrscheinlich aus mittleren bis unteren Darmabschnitten, etwa von Hämorrhoiden, Polypen oder Divertikeln (Ausstülpungen der Darmwand). Ein schwarzer, glänzender Stuhl (Teerstuhl) entsteht durch eine Blutung im oberen Verdauungstrakt (wie Speiseröhre, Magen): Das Hämoglobin im Blut wird durch den Kontakt mit der Magensäure zersetzt und färbt den Stuhl dann schwarz.

Blutbeimengungen im Stuhl können jedoch auch für das bloße Auge nicht zu erkennen sein, wenn es geringe Mengen aus höheren Darmabschnitten sind, die im Kot untergemengt sind. Dieses sogenannte okkulte Blut kann zum Beispiel von Polypen, Divertikeln, Entzündungsherden und Darmkrebs stammen.

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Wann führt man eine Stuhluntersuchung durch?

Eine Stuhluntersuchung ist immer dann notwendig, wenn über längere Zeit unklare Beschwerden im Bereich des Verdauungstraktes bestehen wie zum Beispiel Bauchschmerzen, Krämpfe, Durchfall oder Verstopfung. Besonders bei Verdauungsbeschwerden nach einer Auslandsreise kann eine Stuhluntersuchung Auskunft geben über Parasiten, Bakterien oder Viren, die man sich unterwegs eingefangen hat.

Menschen ab dem 50. Lebensjahr wird im Rahmen der Darmkrebs-Früherkennung eine Stuhlanalyse (Untersuchung auf Blut im Stuhl) empfohlen.

Video: Stuhldiagnostik - so erfolgt die Stuhluntersuchung im Labor (September 2020).

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