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Fibroadenom

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Das Fibroadenom ist der häufigste gutartige Knoten der weiblichen Brust. Es besteht aus Binde- und Brustdrüsengewebe, das sich wie Gummi anfühlt. Meistens tritt es bei Frauen zwischen 20 und 24 Jahren, aber auch in den Wechseljahren auf. Verformt es die Brust und stört die Betroffene, kann man das Fibroadenom entfernen. Hier lesen Sie alles Wichtige zu Ursachen, Symptomen und den Behandlungsmöglichkeiten bei einem Fibroadenom.

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. D24ArtikelübersichtFibroadenom

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Fibroadenom: Beschreibung

Fibroadenome sind bei Frauen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr die häufigsten gutartigen Knoten in der Brust (Mamma). Sie können aber auch bei älteren Frauen in den Wechseljahren und unter einer Hormonbehandlung auftreten. Nehmen Frauen die Pille ein, entstehen sie dagegen seltener.

Ein Fibroadenom entsteht aus Brustdrüsen- und Bindegewebe und fühlt sich derb wie Gummi an. Fibroadenom-Schmerzen empfinden Betroffene in der Regel nicht. Sie entdecken den Knoten oft zufällig, wenn er zwei bis drei Zentimeter groß ist. Meist handelt es sich um einen einzelnen Knoten, seltener können jedoch auch mehrere Fibroadenome entstehen. In fünf bis zehn Prozent der Fälle sind beide Brüste betroffen.

Nur selten wird das Fibroadenom größer als drei Zentimeter. Es kann sich mit zunehmendem Alter sogar von selbst zurückbilden. Bei jungen Frauen gibt es allerdings eine Sonderform, die sehr schnell wächst und die Brustform verändern kann. Da es sich um einen gutartigen Knoten handelt, muss man aus medizinischer Sicht nicht zwingend das Fibroadenom entfernen. In einigen Fällen und auf Wunsch der Patientin kann man den Knoten herausoperieren. Sehr selten (bei 0,1 bis 0,3 Prozent der Betroffenen) kann aus dem Fibroadenom Mamma-Karzinom (Brustkrebs) entstehen. Deswegen sollten betroffene Frauen die Brust regelmäßig durch den Frauenarzt kontrollieren lassen.

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Fibroadenom: Symptome

Das Fibroadenom ist meistens symptomlos. Frauen entdecken daher eher zufällig einen derben Knoten in der Brust. Manchmal liegen auch mehrere Knoten dicht beieinander. Tastet der Frauenarzt bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung die Brust (Mamma) ab, empfindet fast keine Frau durch das Fibroadenom Schmerzen. Manchmal fühlt sich die Fibroadenom-Brust vor allem vor der Periode aber gespannt an. Das empfinden einige Frauen als unangenehm oder leicht schmerzhaft.

In seltenen Fällen und meistens bei jüngeren Frauen gibt es eine schnell wachsende Art dieses Knotens. Dann kann das Fibroadenom Mamma-Form und -Größe verändern. Die Brust kann sich leicht vorwölben und vergrößert erscheinen.

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Fibroadenom: Ursachen und Risikofaktoren

Fibroadenom-Zellen werden durch weibliche Geschlechtshormone (Östrogene) dazu angeregt, sich zu vermehren. Steigt die Konzentration dieser Hormone, zum Beispiel unter einer Hormonbehandlung oder in der Schwangerschaft, entstehen viele neue Drüsen- und Bindegewebszellen. Sie können einen derben Knoten bilden, das Fibroadenom. Nehmen Frauen über lange Zeit die Pille ein, sinkt jedoch das Risiko dafür, dass es entsteht. Wurde in der Vorgeschichte schon einmal ein Fibroadenom entfernt, können bei der Operation Restzellen in der Brust verbleiben und erneut zu einem Knoten wachsen.

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Fibroadenom: Untersuchungen und Diagnose

Die meisten Frauen bemerken ein Fibroadenom selbst, wenn sie ihre Brust abtasten. Um die Diagnose stellen zu können, fragt der Arzt zunächst nach Beschwerden und der Vorgeschichte (Anamnese). Der Arzt muss ausschließen, dass es sich um eine bösartige Veränderung (Brustkrebs) handelt. Er überprüft, ob sich die Brustform verändert hat und tastet die Brust und auch die Achselhöhlen ab. Entdeckt er dabei einen auffälligen Knoten oder eine andere unklare Veränderung, können sich folgende Untersuchungen anschließen:

Sonografie

Mit einem speziellen Ultraschallgerät kann man ein Fibroadenom meistens eindeutig erkennen und von anderen Knoten abgrenzen. Der Arzt trägt Gel auf die Brust und Achselhöhle auf und fährt die Brust mit dem Ultraschallkopf systematisch ab. Diese Untersuchung ist nicht schmerzhaft. Höchstens das kalte Ultraschallgel kann als unangenehm empfunden werden.

Video: Fibroadenom I Was? Weshalb? Entfernen? Risiko? Schwangerschaft (August 2020).

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