Krankheiten

Eileiterschwangerschaft

Pin
Send
Share
Send
Send


Bei einer Eileiterschwangerschaft nistet sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter, sondern im Eileiter ein. Das kann passieren, wenn der Eileiter nicht vollständig durchlässig ist. Durch den wachsenden Embryo kann der Eileiter reißen. Lebensbedrohlichen Blutungen in der Bauchhöhle sind die Folge. Da die Symptome einer Eileiterschwangerschaft sich kaum von denen einer normalen Schwangerschaft unterscheiden, kann nur ein Facharzt die Diagnose stellen. Lesen Sie hier mehr zum Thema Eileiterschwangerschaft!

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. O00ArtikelübersichtEileiterschwangerschaft

  • Beschreibung und Ursachen
  • Symptome erkennen
  • Bauchhöhlenschwangerschaft
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Verlauf und Prognose

Kurzübersicht

  • Was ist eine Eileiterschwangerschaft? Schwangerschaft, bei der sich die befruchtete Eizelle im Eileiter statt in der Gebärmutter einnistet. Häufigste Form von Extrauterinschwangerschaft (Schwangerschaft mit Einnisten des Embryos außerhalb de Gebärmutter).
  • Ursachen: Nicht oder nicht vollständig durchlässige Eileiter. Verschiedene Risikofaktoren wie z.B. verklebte oder abgeknickte Eileiter, Eileiterpolypen, vorausgegangene Eileiterentzündungen, frühere Eileiterschwangerschaften, Bauch- oder Beckenoperationen, Rauchen, Spirale, Fruchtbarkeitsstörungen, künstliche Befruchtung etc.
  • Symptome: Wehenartige Unterleibsschmerzen, Blutungen aus der Scheide, Schwindel, Kreislaufprobleme, allgemeines Unwohlsein.
  • Komplikation: Eileiterriss mit schweren Blutungen in die Bauchhöhle und Kreislaufschock (Lebensgefahr!).
  • Behandlung: Abhängig vom Stadium der Eileiterschwangerschaft. Meist operatives Entfernen des Embryos, nach Möglichkeit unter Erhalt des betroffenen Eileiters. In sehr frühem Stadium evtl. medikamentöse Behandlung. Manchmal auch Abwarten unter ärztlicher Überwachung (der Embyro kann spontan von allein abgehen).
  • Prognose: Bei richtiger Behandlung vollständige Heilung. Spätere Schwangerschaften können ganz normal verlaufen.
Zum Inhaltsverzeichnis

Eileiterschwangerschaft: Beschreibung und Ursachen

Die Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität) ist mit rund 96 Prozent die häufigste Form der sogenannten Extrauterinschwangerschaft (Extrauteringravidität, EUG). Darunter versteht man Schwangerschaften, in denen sich die befruchtete Eizelle außerhalb der Gebärmutter einnistet (ektope Einnistung). Im Fall der Eileiterschwangerschaft setzt sich die Eizelle im Eileiter fest. Bei anderen Formen von Extrauteringravidität nistet sich die Eizelle in den Eierstöcken (Ovarialgravidität), im Gebärmutterhals (zervikale Schwangerschaft) oder in der Bauchhöhle (Bauchhöhlenschwangerschaft) ein. Sie kann nicht ausgetragen werden.

Das passiert bei einer EileiterschwangerschaftNistet sich die befruchtete Eizelle fälschlicherweise im Eileiter statt in der Gebärmutter ein, ensteht eine riskante Eileiterschwangerschaft.

Die Extrauteringravidität macht ein bis zwei Prozent aller Schwangerschaften aus.

Formen von Eileiterschwangerschaft

Je nachdem, wo im Eileiter sich die Eizelle einnistet, unterscheiden Mediziner drei Formen von Tubargravidität:

  • Ampulläre Eileiterschwangerschaft: Die Einnistung findet im ersten Drittel des Eileiters statt.
  • Isthmische Eileiterschwangerschaft: Die befruchtete Eizelle nistet sich im letzten Drittel des Eileiters ein, kurz bevor dieser in die Gebärmutter mündet.
  • Interstitielle/intramurale Schwangerschaft: Die befruchtete Eizelle nistet sich am Übergang vom Eileiter zum Uterus ein.

Eine Eileiterschwangerschaft kann nicht ausgetragen werden. Ohne Behandlung kann der wachsende Embryo den Eileiter aufreißen. Das verursacht eine lebensgefährliche Blutung in der Bauchhöhle.

Pin
Send
Share
Send
Send