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Phosphat

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Eva Rudolf-Müller

Eva Rudolf-Müller ist freie Autorin in der lifelikeinc.com. Sie hat Humanmedizin und Zeitungswissenschaften studiert und immer wieder in beiden Bereich gearbeitet - als Ärztin in der Klinik, als Gutachterin, ebenso wie als Medizinjournalistin für verschiedene Fachzeitschriften. Aktuell arbeitet sie im Online-Journalismus, wo ein breites Spektrum der Medizin für alle angeboten wird.

Mehr über die lifelikeinc.com-ExpertenPhosphat wird hauptsächlich im Knochen gespeichert. Es ist aber auch fester Bestandteil der Erbsubstanz DNA und in bestimmten chemischen Verbindungen ein Energieträger und -lieferant. Die Phosphat-Konzentration im Blut und im Knochen wird durch Kalzium, Vitamin D und verschiedene Hormone beeinflusst. Lesen Sie hier, wann und warum man den Phosphatwert im Blut bestimmt und was die Messwerte aussagen.

ArtikelübersichtPhosphat

  • Was ist Phosphat?
  • Wann wird der Phosphat-Wert bestimmt?
  • Phosphat - Normalwerte
  • Wann ist der Phosphat-Wert erhöht?
  • Wann ist der Phosphat-Wert erniedrigt?
  • Was tun bei veränderten Phosphat-Werten?

Was ist Phosphat?

Phosphat ist ein Salz der Phosphorsäure. Es kommt zu 85 Prozent in den Knochen und Zähnen, zu 14 Prozent in den Körperzellen und zu einem Prozent im Zellzwischenraum vor. Im Knochen bindet Phosphat an Kalzium und wird als Kalziumphosphat (Calciumphosphat) gespeichert.

Zudem ist Phosphat ein wichtiger Energielieferant: Im Zellplamsa liegen energiereiche Phosphatverbindungen (ATP) vor, die den Zellen durch eine chemische Reaktion Energie für diverse Stoffwechselvorgänge liefern. Außerdem ist Phosphat ein Bestandteil der DNA und fingiert als Säurepuffer im Blut und Urin.

Das sogenannte Parathormon, das in den Nebenschilddrüsen gebildet wird, fördert die Ausscheidung von Phosphat über die Nieren. Wachstumshormone, Schilddrüsenhormone, Insulin und Kortison verringern die Phosphat-Ausscheidung.

Der Phosphat-Stoffwechsel ist eng mit dem Kalzium- und Vitamin-D-Haushalt verknüpft. Enthält das Blut viel Phosphat, ist es gleichzeitig arm an Kalzium und umgekehrt.

Bei einem schweren Phosphatmangel können Verwirrtheit, epileptische Anfälle oder auch ein Koma auftreten. Die Atmung und der Schluckvorgang sind gestört, die Darmtätigkeit wird träge, Muskeln und Herz werden schwach. Da bei einer verminderten Konzentration von Phosphat im Blut das Element vermehrt aus dem Knochen freigesetzt wird, werden die Knochen auf Dauer brüchig und es können plötzlich Knochenbrüche entstehen.

Bei zu viel Phosphat im Blut spricht man von einer Hyperphosphatämie. Dabei können ein starker Juckreiz, Verkalkungen der Herzklappen oder gichtartige Gelenkbeschwerden auftreten.

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Wann wird der Phosphat-Wert bestimmt?

Der Arzt bestimmt den Phosphat-Spiegel eines Patienten, wenn er eine Störung des Calciumstoffwechsels vermutet. Auch bei Nierensteinen ist die Messung angezeigt. Zudem wird der Phosphat-Wert im Rahmen von Kontrolluntersuchungen bei chronischem Nierenversagen, nach Schilddrüsen-Operationen, bei schweren Verdauungsstörungen und Alkoholmissbrauch bestimmt.

Die Phosphat-Bestimmung erfolgt aus dem Blutserum, aus Heparinplasma oder aus dem über 24 Stunden gesammelten Urin (24-Stunden-Urin). Der Patient sollte bei der Blutabnahme nüchtern sein.

Video: Phosphor & Phosphatüberschuss: Lebenswichtiges Gift Krankheiten durch Phosphat in Lebensmitteln (September 2020).

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