Therapien

Gesprächstherapie

Pin
Send
Share
Send
Send


Die Gesprächstherapie zählt zu den häufigsten Formen der Psychotherapie. In der Gesprächstherapie geht es darum, sich selbst besser kennenzulernen, problematische Denkmuster aufzudecken und dadurch weiterzuentwickeln. Eine zentrale Rolle spielt die Haltung des Therapeuten. Der Therapeut schafft ein Klima der Wertschätzung und Akzeptanz, in dem sich der Patient öffnen kann. Lesen Sie hier, wie eine Gesprächstherapie funktioniert und wann sie geeignet ist.

ArtikelübersichtGesprächstherapie

  • Wann macht man eine Gesprächstherapie?
  • Was macht man bei einer Gesprächstherapie?
  • Welche Risiken birgt eine Gesprächstherapie?
  • Was muss ich nach einer Gesprächstherapie beachten?
  • Was muss ich nach einer Gesprächstherapie beachten?

Was ist Gesprächstherapie?

Die Gesprächstherapie - auch klientenzentrierte, personenzentrierte oder non-direktive Psychotherapie genannt - wurde Mitte des 20. Jahrhunderts vom Psychologen Carl R. Rogers begründet.

Die Gesprächstherapie gehört zu den sogenannten humanistischen Therapien. Die humanistischen Therapien gehen davon aus, dass der Mensch sich ständig weiterentwickeln und wachsen will. Der Therapeut unterstützt diese sogenannte Aktualisierungstendenz, indem er dem Patienten hilft, sich selbst zu verwirklichen.

Im Gegensatz zu anderen Therapieformen konzentriert sich die Gesprächstherapie nicht auf die Probleme des Patienten, sondern auf das Entwicklungspotenzial der Person im Hier und Jetzt. Nach der Gesprächstherapie entstehen psychische Störungen, wenn der Patient Probleme hat, sich selbst zu akzeptieren und wertzuschätzen.

Die Person sieht sich also verzerrt und nicht so, wie sie wirklich ist. Beispielsweise sieht sich die Person als mutig, aber schreckt vor Herausforderungen zurück. Daraus entsteht eine Inkongruenz - eine Nichtübereinstimmung. Das bedeutet, dass der Patient ein Bild von sich hat, das nicht mit seinen Erfahrungen zusammenpasst.

Diese Unstimmigkeit erzeugt Angst und Schmerz. Sie entsteht häufig, weil die Patienten denken, so wie sie wirklich sind, nicht liebenswert zu sein.

Carl R. Rogers hat für die Gesprächstherapie sechs entscheidende Bedingungen aufgestellt:

  1. Es ist notwendig für die Interaktion, dass ein Kontakt zwischen Therapeut und Patient besteht.
  2. Der Patient befindet sich in einem inkongruenten Zustand, der ihm Angst bereitet und ihn verletzlich macht.
  3. Der Therapeut ist in einem kongruenten Zustand. Das bedeutet, dass er gegenüber dem Patienten wahrhaftig ist und sich nicht verstellt.
  4. Der Therapeut akzeptiert den Patienten bedingungslos.
  5. Der Therapeut fühlt sich in den Patienten hinein, ohne sich in dessen Gefühlen zu verlieren.
  6. Der Patient nimmt den Therapeuten als einfühlend wahr und fühlt sich bedingungslos akzeptiert und wertgeschätzt.

Kostenübernahme der Gesprächstherapie

Die Wirksamkeit der Gesprächstherapie wurde durch Studien nachgewiesen. Dennoch erstatten die Krankenkassen diese Therapieform bisher noch nicht. Die Patienten müssen daher selbst für die Kosten aufkommen, wenn sie sich für eine Gesprächstherapie entscheiden.

Zum Inhaltsverzeichnis

Wann macht man eine Gesprächstherapie?

Die Gesprächstherapie wird erfolgreich bei der Behandlung psychischer Störungen angewandt. Häufig handelt es sich um Angst- oder Zwangsstörungen sowie Depressionen oder Abhängigkeitsstörungen.

Eine Gesprächstherapie ist nur dann geeignet, wenn eine Person eine Unstimmigkeit (Inkongruenz) zwischen ihrem Selbstbild und ihren Erfahrungen wahrnimmt. Zudem sollte man eine gewisse Bereitschaft mitbringen, sich selbst genauer zu erforschen.

Bei psychotischen Symptomen oder manchen Persönlichkeitsstörungen ist die Gesprächstherapie ungeeignet, weil der Patient keine Problemeinsicht hat. Die Gesprächstherapie ist auch dann nicht zu empfehlen, wenn die Person Schwierigkeiten hat, sich sprachlich auszudrücken oder über sich selbst zu reflektieren.

In den ersten Probesitzungen kann der Patient herausfinden, ob ihm diese Art der Therapie zusagt. Zudem achtet der Therapeut auf die genannten Kriterien und meldet dem Patienten zurück, ob die Gesprächstherapie für ihn geeignet ist oder nicht.

Pin
Send
Share
Send
Send