Krankheiten

Refluxkrankheit

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Die Refluxkrankheit (gastroösophageale Refluxkrankheit) ist ein krankhaft gesteigerter Rückfluss des sauren Mageninhaltes in die Speiseröhre. Etwa jeder fünfte Mensch in Deutschland ist davon betroffen. Patienten mit einer Refluxkrankheit leiden unter Sodbrennen und Schmerzen hinter dem Brustbein, die sich im Liegen oftmals verschlimmern. Mithilfe einer 24-Stunden-pH-Metrie kann die Refluxkrankheit sicher diagnostiziert werden. Medikamente oder eine Ernährungsumstellung lindern die Beschwerden. Hier lesen Sie alles Wichtige zur Refluxkrankheit.

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. K21

Ein bewährter Helfer ist Kamillentee. Aufgrund der antientzündlichen, krampflösenden und antibakteriellen Wirkung hilft Kamillentee bei der Refluxkrankheit.

Dr. med. Mira SeidelArtikelübersichtRefluxkrankheit
  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Refluxkrankheit: Beschreibung

Dass es gelegentlich zum Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre kommt, ist tagsüber eigentlich ganz normal. Bei der gastroösophagealen Refluxkrankheit ist die Menge des saueren Magensaftes, der wieder in die Speiseröhre (Ösophagus) aufsteigt, allerdings krankhaft gesteigert. Magensäure ist etwas Gutes, wenn sie im Magen verbleibt. Dort hilft der niedrige pH-Wert zwischen 1 und 4 beim Verdauungsvorgang und dem Abtöten von schädlichen Stoffen. Der Magen ist auch speziell vor der Säure geschützt. Nicht so die Speiseröhre - ihre Schleimhaut ist nicht widerstandsfähig genug und wird von der Säure angegriffen.

Auf dem Weg vom Mund zum Magen verläuft die Speiseröhre durch eine kleine Öffnung im Zwerchfell. Hier liegt meist die Ursache für die Refluxkrankheit: Denn die unteren Schließmuskeln, die eigentlich dafür sorgen, dass nach dem Schlucken des Nahrungsbreies die Speiseröhre wieder schließt, sind funktionsgestört. Die Refluxkrankheit führt dazu, dass im Liegen oder beim Bücken der untere Speiseröhren-Schließmuskel (unterer Ösophagussphinkter) nicht mehr vollständig abdichtet und die Salzsäure aus dem Magensaft mit der Speiseröhrenschleimhaut in Kontakt gerät. Passiert dies über einen längeren Zeitraum, wird die Schleimhaut der Speiseröhre geschädigt. Das kann zu einer schmerzhaften Entzündung mit Schleimhautveränderungen (Refluxösophagitis) führen.

Refluxkrankheit - DiagnoseHäufiges Sodbrennen kann ein Hinweis auf die Refluxkrankheit sein. Erfahren Sie hier, mit welchen Untersuchungen der Arzt die Erkrankung sicher feststellen kann.Häufiges Sodbrennen kann ein Hinweis auf die Refluxkrankheit sein. Erfahren Sie hier, mit welchen Untersuchungen der Arzt die Erkrankung sicher feststellen kann.

Refluxkrankheit: Wer ist betroffen?

In der westlichen Bevölkerung leiden zehn bis zwanzig Prozent der Menschen an der Refluxkrankheit. Es handelt sich daher um ein sehr häufiges Krankheitsbild, von dem Frauen öfter betroffen sind als Männer. Das Auftreten der Refluxkrankheit nimmt mit steigendem Alter zu, es sind jedoch in seltenen Fällen auch Babys und Kleinkinder betroffen.

Refluxkrankheit: Formen

Unterscheidung NERD und ERD

Besteht ein Reflux ohne Schleimhautveränderungen spricht man von einer nicht-erosiven gastroösophagealen Refluxkrankheit (NERD). NERD machen etwa 60 Prozent aller Betroffenen mit gastroösophagealer Refluxkrankheit aus. Lassen sich in einer Gewebeprobe aus der Ösophagusspiegelung dagegen Schleimhautveränderungen nachweisen, wird dies als erosive-Refluxkrankheit (ERD) bezeichnet.

Video: Sodbrennen und Refluxkrankheit - Ursachen und Behandlung - Gerne Gesund (August 2020).

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