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Magenbypass

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Der Magenbypass (engl. gastric bypass) bezeichnet ein Operationsverfahren, mit dem bei fettleibigen Menschen ein großer Teil des Magens und des Dünndarms umgangen und damit ausgeschaltet werden. Es verbleibt nur ein kleiner Magenrest, die Patienten verspüren daher schon nach sehr kleinen Essmengen ein Sättigungsgefühl. Das Ergebnis ist eine schnelle und deutliche Gewichtsabnahme. Erfahren Sie hier alles über die Operation, ihre Vorteile und Risiken!

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. E66ArtikelübersichtMagenbypass

  • Was ist ein Magenbypass?
  • Vorbereitung auf den Magenbypass
  • Ablauf der Magenbypass-Operation
  • Für wen ein Magenbypass geeignet ist
  • Für wen ein Magenbypass nicht geeignet ist
  • Wirksamkeit der Magenbypass-Operation
  • Vorteile des Magenbypasses gegenüber anderen Verfahren
  • Nebenwirkungen
  • Magenbypass: Risiken und Komplikationen
  • Magenbypass: Ernährung nach der Operation
  • Magenbypass: Kosten

Was ist ein Magenbypass?

Der Magenbypass (genauer: Roux-en-Y-Magenbypass) ist eine sehr häufig eingesetzte Methode der Adipositas-Chirurgie mit dem Ziel einer Gewichtsreduktion. Die Bezeichnung leitet sich vom Namen des Schweizer Chirurgen „Roux“ ab, der die Grundtechnik des Eingriffs entwickelte. Das „Y“ steht für die Form, in der die Darmabschnitte miteinander verbunden werden, nämlich Y-förmig.

Der Erfolg des Magenbypass basiert auf zwei Prinzipien:

  • einer Magenverkleinerung zur Verringerung der Essmengen (Restriktion)
  • der Ausschaltung des wichtigen oberen Dünndarmanteils (Zwölffingerdarm), wodurch sich die für die Nahrungsaufspaltung wichtigen Verdauungssäfte erst später mit dem Speisebrei vermengen (schlechtere Nährstoffaufnahme = Malabsorption)

Die Gewichtsabnahme nach einem Magenbypass ist sehr effektiv und zuverlässig, sie ist allerdings mit einigen lebensbegleitenden Einschränkungen versehen: Patienten mit einem Reoux-en-Y-Bypass vertragen nur noch sehr kleine Mahlzeiten, weil der nach der Operation verbleibende Restmagen („Magenpouch“) nur ein sehr geringes Volumen hat. Die schlechtere Nährstoffverwertung bedingt zudem, dass die Patienten lebenslang bestimmte Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine (insbesondere Vitamin B12, Spurenelemente und Eiweißpräparate) einnehmen, um keine Mangelerscheinungen zu erleiden. Da ein Teil der Nährstoffe unverdaut bleibt, können verstärkt Gärprozesse im Dickdarm entstehen. Die Operation kann aber nach gelungener Gewichtsreduktion kaum rückgängig gemacht werden.

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Vorbereitung auf den Magenbypass

Vor der Operation müssen krankhafte Veränderungen im Magen ausgeschlossen werden. Dafür wird der Magen beispielsweise auf Erkrankungen wie eine Magenschleimhautentzündung oder Magengeschwüre und auf eine mögliche Keimbesiedelung mit dem Bakterium „Helicobacter pylori“ untersucht, welches Magengeschwüre verursachen kann. Neben einer Magenspiegelung und der Untersuchung des Magensafts wird auch ein Ultraschall des Oberbauchs eingesetzt, mit dem sich Gallensteine aufspüren lassen. Diese sollten im Zuge der Magenbypass-Operation gleich mit entfernt werden, da sie zu einer Entzündung von Gallenblase und Gallengang führen können.

Video: Magenbypass-Operation bei Adipositas (September 2020).

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