Krankheiten

Magenkrebs

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Bei Magenkrebs (Magenkarzinom) handelt es sich um eine bösartige Tumorerkrankung des Magens. Sie geht meist von den Magensaft-bildenden Drüsenzellen aus. Magenkrebs ist eine relativ häufige Tumorart, die meist ältere Menschen über 50 Jahren trifft. Die Erkrankung wird häufig erst spät erkannt. Je früher Magenkrebs aber entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Lesen Sie mehr über Magenkrebs.

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. C16ArtikelübersichtMagenkrebs

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Magenkrebs: Beschreibung

Magenkrebs entsteht, wenn sich Zellen des Magens unkontrolliert zu teilen beginnen. Je nachdem, von welchem Zelltyp genau der Tumor ausgeht, unterscheidet man verschiedene Arten von Magenkarzinom:

Meistens entarten Drüsenzellen der Magenschleimhaut, die den Magensaft bilden. Mediziner sprechen dann von einem sogenannten Adeno-Karzinom. In seltenen Fällen geht der Tumor von lymphatischen Zellen (MALT-Lymphom) oder von Muskel- und Bindegewebszellen (Sarkom) aus.

Magenkrebs: Häufigkeit

Das Auftreten von Magenkrebs ist in den letzten Jahren zwar zurückgegangen, dennoch handelt es sich dabei immer noch um eine sehr häufige Krebserkrankung. Männer sind dabei etwas häufiger betroffen als Frauen. So ist der Magenkrebs bei Männern die fünfthäufigste, bei Frauen die sechsthäufigste Krebsart.

Magenkrebs ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Der Häufigkeitsgipfel von Magenkrebs liegt jenseits des 50. Lebensjahrs. Das Auftreten von Magenkrebs wurde mit Ernährungs- und Lebensstilgewohnheiten in Verbindung gebracht. Daher unterscheidet sich auch die Häufigkeit von Magenkrebs zwischen verschiedenen Kontinenten: In Japan und Teilen von Südamerika kommt Magenkrebs weitaus häufiger vor als in Deutschland oder in den USA.

Magenkrebs-Stadien

Das Magenkarzinom wird nach seiner Bösartigkeit und nach der Ausbreitung der Krebszellen im Magen selbst sowie in den Lymphknoten oder anderen Körperregionen klassifiziert:

Bösartigkeit: Wie stark die Magenkrebszellen sich von gesunden Magenzellen unterscheiden, wird durch ein sogenanntes „Grading“ mit vier Stadien (G1 bis G4) erfasst. Im G1-Stadium ähneln die Magenkrebs-Zellen den gesunden Zellen noch sehr stark. Im G4-Stadium sind die Magenkrebszellen bereits sehr undifferenziert und unterscheiden sich sehr stark von gesunden Zellen. Je weiter fortgeschritten das Stadium, desto aggressiver wächst der Tumor in der Regel.

Ausbreitung des Tumors: Wie weit sich der Tumor bereits auf das umliegende Gewebe ausgebreitet hat, wird mit Hilfe der TNM-Klassifikation (T=Tumor, N=Lymphknoten, M=Metastasen) erfasst.

Tumorgröße (T):

  • T1: Frühtumor, der sich auf die innerste Schleimhautschicht begrenzt
  • T2: Tumor befällt zusätzlich die glatte Muskelschicht des Magens
  • T3: Tumor befällt zusätzlich die äußere Bindegewebsschicht (Serosa) des Magens
  • T4: Tumor befällt zusätzlich umliegende Organe

Lymphknoten (N):

  • N1: Ein bis zwei regionäre Lymphknoten sind von Krebszellen befallen
  • N2: Drei bis sechs regionäre Lymphknoten sind von Krebszellen befallen
  • N3: Mehr als sieben Lymphknoten sind von Krebszellen befallen

Metastasen (M):

  • M0: Es liegen keine Fernmetastasen in anderen Organen vor
  • M1: Es liegen Fernmetastasen in anderen Organen vor

Beispiel: Ein T2N2M0-Tumor wäre ein Magenkarzinom, das bereits in die Muskelschicht des Magens eingedrungen ist (T2), drei bis sechs umliegende Lymphknoten befallen (N2), aber noch keine Magenkrebs-Metastasen (M0) verursacht hat.

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Magenkrebs: Symptome

Alles Wichtige zu den Anzeichen von Magenkrebs lesen Sie im Beitrag Magenkrebs: Symptome.

Video: Interview "German Cancer Survivors", Magenkrebs (August 2020).

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