Krankheiten

Mausarm

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Als Mausarm oder RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury Syndrome) wird ein vielfältiges Beschwerdebild der Hand-, Arm-, Schulter- und Nackenregion bezeichnet. Die Ursache für einen Mausarm liegt meist in einer chronischen Über- und Fehlbelastung des Armes. Mausarm-Symptome können Missempfindungen, Kribbeln, Taubheit oder Schmerzen sein. Bei einem chronischen Mausarm ist eine vollständige Heilung meist nicht mehr möglich. Lesen Sie hier alles Wichtige zum Mausarm.

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. M77ArtikelübersichtMausarm

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Mausarm: Beschreibung

Der Mausarm ist ein in Deutschland noch verhältnismäßig unbekanntes Krankheitsbild. Betroffen sind in erster Regel die Hand und der Arm, aber auch Schulter und Nacken. Im englischen Sprachraum wird der Mausarm auch als „RSI-Syndrome“ bezeichnet und ist beispielsweise in den USA als Berufskrankheit anerkannt. RSI steht für Repetitive Strain Injury, zu deutsch: „eine Verletzung durch wiederholte Belastung“. Die Ursache des Syndroms ist somit eine chronische Über- und Fehlbelastung. Die Bezeichnung „Syndrom“ deutet bereits darauf hin, dass mehrere Symptome gleichzeitig auftreten können. Typisch für einen Mausarm sind Missempfindungen, Muskelschwäche und vor allem Schmerzen.

Von einem Mausarm können Menschen aller Altersstufen betroffen sein. Etwa 60 Prozent aller Personen, die pro Tag mehr als drei Stunden am Computer sitzen, klagen über Beschwerden. Umgangssprachlich wird das RSI-Syndrom daher auch als „Sekretärinnen-Krankheit“ bezeichnet. Häufig sind Menschen mit anderen Problemen wie zum Beispiel Stoffwechselstörungen früher und nach geringerer Belastung betroffen als ansonsten gesunde Menschen.

Es ist nicht bekannt, wie viele Menschen in Deutschland von einem Mausarm betroffen sind. Ärzte glauben aber, dass es sich um ein sehr verbreitetes Krankheitsbild handelt. Technologische Entwicklungen wie die Einführung von Computern, Handys und anderen elektronischen Kleingeräten (Playstation, Gameboy etc.) haben die monotone Belastung der Arme und Hände in weiten Teilen der Bevölkerung dramatisch verstärkt.

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Mausarm: Symptome

Ein Mausarm (RSI-Syndrom) äußert sich durch eine Reihe verschiedener Beschwerden im Bereich der oberen Körperhälfte. Betroffen sind vor allem der Nacken, die Schultern, die Arme und die Hände. Entgegen der Bezeichnung tritt ein Mausarm also nicht nur im Bereich des Arms auf.

Im Frühstadium der Erkrankung bemerken die Betroffenen Symptome wie Kribbeln und Missempfindungen in der betroffenen Körperstelle. Dazu kann ein Nachlassen der Kraft in den betroffenen Muskelpartien kommen. In einem frühen Stadium zeigen sich bei einem Mausarm Symptome nur bei längeren Belastungen. Außerdem lassen die Beschwerden in diesem Erkrankungsstadium meist auch schnell wieder nach, sobald sich der Betroffene schont.

Bleibt die ursächliche Belastung bestehen, treten mit der Zeit auch Koordinationsschwierigkeiten in Armen, Händen und Fingern auf. Die Gelenke der Hand, des Ellenbogens, der Schulter und im Nacken können sich versteifen. In einem späteren Stadium treten immer wieder Schmerzen an der betroffenen Körperstelle auf. Geringe Belastungen reichen dann oft schon aus, um die Beschwerden auszulösen. Im Spätstadium können die Beschwerden sogar trotz körperlicher Schonung bestehen bleiben.

Video: RSI-Syndrom: Mausarm! Was ist das + Symptome, Ursachen und Übungen (August 2020).

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