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Mandelsteine

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Mandelsteine (Tonsillensteine) sind weiß-gelbliche Gebilde, die aus verschiedenen Substanzen in den Gaumenmandeln entstehen. Sie sind wenige Millimeter groß, von meist fester oder krümeliger Konsistenz und können Mundgeruch verursachen. Ansonsten sind Mandelsteine harmlos, nur selten führen größere Exemplare zu weiteren Beschwerden. Lesen Sie hier mehr über Mandelsteine und was man dagegen tun kann!

ArtikelübersichtMandelsteine

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Mandelsteine: Beschreibung

Mandelsteine heißen so, weil sie in den Furchen der Gaumenmandeln entstehen und aussehen wie kleine weiß-gelbe Steinchen. Sie können unterschiedlich groß sein, wobei ihr Durchmesser gewöhnlich nicht mehr als fünf bis sechs Millimeter beträgt. Ihre Konsistenz variiert von eher weich und krümelig bis steinhart. Der medizinische Fachausdruck für Mandeln ist Tonsillen, Mandelsteine werden daher auch Tonsillensteine oder Tonsillolithe genannt.

Wie entstehen Mandelsteine?

Ist in der Medizin umgangssprachlich von „Mandeln“ die Rede, meint man damit die Gaumenmandeln (Tonsilla palatina). Diese befinden sich zu beiden Seiten am hinteren (weichen) Gaumen hinter dem Gaumenbogen. Sie gehören zum Immunsystem und haben die Aufgabe, die Abwehrkräfte des Körpers auf Erreger anzupassen, die mit der Nahrung in den Körper gelangen.

Die Oberfläche der Gaumenmandeln weist unzählige kleine Einsenkungen (Krypten) auf, die tief in das Innere der Mandeln hineinreichen. In diesen Krypten sammelt sich ein Gemisch aus Nahrungsbrei, Schleimhautzellen, weißen Blutkörperchen und Bakterien, was völlig normal ist. Beim Kauen spannt sich die Gaumenmuskulatur an, wodurch sich die Krypten regelmäßig entleeren und wieder neu füllen.

In der Nahrung und im Speichel kommen jedoch auch bestimmte Kalksalze vor, die sich in das Breigemisch der Krypten einlagern können. Wenn das passiert, verhärtet es sich und die Konsistenz erscheint steinartig. Die Mandelsteine befinden sich oft tief in den Krypten, können aber auch an die Oberfläche gelangen.

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Mandelsteine: Symptome

In den meisten Fällen verursachen Mandelsteine keine Beschwerden. Sie sind oft nur sehr klein und werden - falls sie an die Oberfläche der Mandeln gelangen - unbemerkt geschluckt, ausgehustet oder ausgeniest.

Die Bestandteile eines Mandelsteins haben jedoch einen unangenehmen Geruch, der an faule Eier erinnert. Deshalb können insbesondere größere Mandelsteine Mundgeruch verursachen.

In seltenen Fällen können große Mandelsteine außerdem ein Fremdkörpergefühl am hinteren Gaumen auslösen, das sich besonders beim Schlucken bemerkbar macht. Auch Schwellungen und Schmerzen an den betroffenen Mandeln sind möglich.

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Mandelsteine: Ursachen und Risikofaktoren

Mandelsteine kommen bei allen Menschen vor, jedoch sind sie meist so klein, dass sie sich nicht bemerkbar machen. Warum sie bei manchen häufiger auftreten oder auch größer werden, ist nicht genau bekannt.

Ärzte vermuten aber, dass die Größe der Mandeln selbst eine Rolle spielt. Bei Menschen, die grundsätzlich große Mandeln haben, sind auch die Krypten tiefer. Somit entstehen leichter Mandelsteine. Ursache kann zudem eine gestörte Entleerung der Krypten sein. Man beobachtet sie oft als Folge wiederkehrender Entzündungen mit Vernarbung der Mandeln. Deshalb treten Tonsillensteine besonders häufig bei jungen Erwachsenen auf, die mehrmals im Jahr an Mandelentzündungen leiden. Jedoch bedeutet das umgekehrt nicht, dass Menschen mit Mandelsteinen automatisch auch öfter Mandelentzündungen haben.

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Mandelsteine: Untersuchungen und Diagnose

Ein Mandelstein ist oft ein Zufallsbefund beim Zahn- oder HNO-Arztbesuch. Manchmal sucht ein Arzt aber auch explizit danach, etwa bei ungeklärtem Mundgeruch. Je nach Größe und Abstand zur Oberfläche schimmert ein Mandelstein eventuell weißlich durch die Schleimhaut oder erscheint als weiße Auflagerung an den Mandeln. Liegt er tiefer, kann man ihn mit dem bloßen Auge normalerweise nicht erkennen.

Letztlich lassen sich Tonsillensteine zwar auf Röntgenbildern und noch besser mit einer Computertomografie erkennen. Aufgrund der Kosten und Strahlenbelastung dieser Untersuchungen setzt man sie aber in aller Regel nicht ein um damit Mandelsteine nachzuweisen. Beschwerden bereiten normalerweise nur größere Steine an der Oberfläche.

Manchmal werden Mandelsteine mit Eiter verwechselt, der bei Mandelentzündungen auftritt. Im Falle einer Entzündung wären die Mandeln aber zusätzlich stark gerötet und geschwollen und der Infekt meist von Fieber begleitet.

Video: Mandelsteine?! DAS kannst du tun! Q&A #35 (August 2020).

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