Krankheiten

Leishmaniose

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Die Leishmaniose (Leishmaniasis, Orientbeule, Kala-Azar) ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Parasiten, sogenannten Leishmanien, ausgelöst wird. Die Leishmanien-Infektion kommt weltweit bei Mensch und Tier vor und wird durch die Sandmücke übertragen. Die Leishmaniose tritt in verschiedenen Varianten auf. Lesen Sie hier mehr zu Anzeichen und Behandlung der Leishmaniose.

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. B55ArtikelübersichtLeishmaniose

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Leishmaniose: Beschreibung

Leishmanien sind einzellige Parasiten und werden über den Speichel der Sandmücke (Schmetterlingsmücke) übertragen. Insgesamt existieren 30 verschiedene Leishmanien-Spezies, wovon zehn beim Menschen krankheitsauslösend sind und anhand ihres Auftretens und des Krankheitsbildes unterschieden werden. Viele Säugetiere, insbesondere auch Nagetiere, dienen als natürlicher Wirt.

Leishmaniose: Mensch

Die Leishmaniose verursacht je nach Form der Krankheit beim Menschen Hautgeschwüre, befällt die Schleimhäute im Nasen-Rachenbereich oder verursacht schwere Leber-, Milz- oder Knochenmarkschäden. Etwa zwölf Millionen Menschen erkranken weltweit an Leishmaniose, zwei Millionen infizieren sich jedes Jahr neu.

Die Leishmaniose ist insbesondere in den Tropen und im Mittelmeerraum verbreitet. In Deutschland ist die Leishmaniose selten, jedoch erkranken - begünstigt vom Massentourismus - immer wieder Urlauber daran.

Leishmaniose: Formen

Alle Formen werden durch verschiedene Spezies der Sandmücke übertragen:

Leishmaniose-Form

befällt

Leishmanien-Spezies

Kutane Leishmaniose der „Alten Welt“ (Orientbeule)

Haut

Leishmania tropica

Kutane Leishmaniose der „Neuen Welt“

Haut

Leishmania vianna

Kutane und mukokutane Leishmaniose der „Neuen Welt“

Haut und Schleimhaut

Leishmania brasiliensis

Viszerale Leishmaniose (Kala-Azar)

Haut und innere Organe

Leishmania donovani

Leishmaniose: Vorkommen

DieLeishmaniose der „Alten Welt“ tritt zu etwa 90 Prozent in Europa und Asien auf. Dazu zählen Afghanistan, Algerien, Saudi Arabien, Iran, Irak, Äthiopien, Mittlerer Osten und die spanischen Mittelmeerinseln. Die Erreger sind dabei vor allem Leishmania tropica, Leishmania major und Leishmania aethiopica.

Etwa zehn Prozent der Neuerkrankungen gehen auf Infektionen in der „Neuen Welt“ zurück. Dazu zählen mittel- und südamerikanische Länder wie Brasilien, Mexiko, Bolivien und Peru. Die Erreger sind vorwiegend Leishmania mexicana und Leishmania brasiliensis.

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Leishmaniose: Symptome

Bei lang anhaltenden Knoten oder einer veränderten Hautstelle im Gesicht oder an den Armen sollte nach Reisen in Risikogebieten immer an eine Leishmaniose gedacht werden. Oft werden die Leishmaniose-Symptome mit jenen eines Lymphoms (Erkrankung von Zellen des Lymphsystems) verwechselt.

Video: Leishmaniose: Eine Infektion und ihre Folgen (August 2020).

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