Krankheiten

Lebermetastasen

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Lebermetastasen sind Absiedlungen (Tochtergeschwüre) in der Leber. Diese gehen meist von anderen bösartigen Tumoren zum Beispiel Darmkrebs aus. Lebermetastasen sind in der Regel schmerzlos, wirkliche Symptome treten erst sehr spät auf. Die Absiedlungen lassen sich am besten operativ entfernen. Alles Wichtige über Lebermetastasen erfahren Sie hier.

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. C78ArtikelübersichtLebermetastasen

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Lebermetastasen: Beschreibung

Lebermetastasen sind - wie alle Metastasen - Absiedlungen eines bösartigen Tumors, der an anderer Stelle des Körpers seinen eigentlichen Sitz hat (Primärtumor). Die Fähigkeit, sich an andere Orte des Körpers auszubreiten, das heißt zu „metastasieren“, ist ein Kennzeichen bösartiger Tumoren.

Bei Lebermetastasen unterscheidet man die primäre und sekundäre Neubildung von Krebszellen in der Leber. Unter primären Lebermetastasen versteht man direkt in der Leber entstandene Krebszellen zum Beispiel von einem hepatozelluläre Karzinom (Leberzellkrebs) oder einem cholangiozelluläre Karzinom (Gallengangskrebs). Die sekundären Lebermetastasen sind häufiger und entstehen aufgrund anderer bösartiger Tumoren, welche in die Leber gestreut haben. Die Leber ist zum Beispiel das Organ, welches bei Darmkrebspatienten in 75 Prozent der Fälle metastasiert.

Lebermetastasen treten, je nach Art des ursprünglichen Tumors schon bald nach der Entstehung des Primärtumors, oder aber erst einige Jahre später auf. Sind sie bereits bei der Erstdiagnose vorhanden, nennen Mediziner das synchrone Lebermetastasen. Dies ist nicht selten, etwa 15 bis 25 Prozent aller Patienten mit Darmkrebs haben bereits bei Diagnosestellung Metastasen. Im Gegensatz dazu gibt es noch die metachronen Lebermetastasen. Sie entwickeln sich erst im Laufe der Krebserkrankung oder nachdem der ursprüngliche Tumor entfernt wurde. Dies ist bei etwa 20 bis 50 Prozent der Patienten der Fall.

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Lebermetastasen: Symptome

Die Symptome bei Lebermetastasen sind unspezifisch und machen sich daher eher im späteren Krankheitsverlauf für den Betroffenen bemerkbar. Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit und allgemeine Schwäche können die ersten Anzeichen für Lebermetastasen sein. Sie sind in der Regel nicht schmerzhaft. Sitzt der Tumor zentral in der Leber, kann sich dies als Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht, Ikterus) äußern. Sie entsteht, weil der Gallenfarbstoff nicht mehr ausreichend durch die Leber abgebaut und schließlich in die Haut und in das Weiße der Augen (Skleren) eingelagert wird.

Video: Krebserkrankungen mit Lebermetastasen - Hirslanden Klinik Im Park (August 2020).

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