Krankheiten

Legionärskrankheit

Pin
Send
Share
Send
Send


Die Legionärskrankheit (auch Legionellose) ist eine Lungenentzündung, die von Bakterien verursacht wird. Dabei kommt es zu hohem Fieber und grippeähnlichen Symptomen. Die Legionärskrankheit ist weltweit verbreitet und betrifft hauptsächlich abwehrgeschwächte Erwachsene, die sich über verunreinigte Wassersysteme anstecken. Mit einer antibiotischen Therapie kann vielen Patienten geholfen werden. Hier lesen Sie alles Wichtige zur Legionärskrankheit.

ArtikelübersichtLegionärskrankheit

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Legionärskrankheit: Beschreibung

Die Legionärskrankheit ist eine fieberhafte Infektion, die durch bestimmte Bakterien, die sogenannten Legionellen, ausgelöst wird. Sie führt zu einer Lungenentzündung mit zusätzlich grippeähnlichen Symptomen. Erstmals wurde die Legionärskrankheit 1976 diagnostiziert. Sie erhielt ihren Namen, weil sich Kriegsveteranen bei einer Konferenz in Philadelphia mit der Legionellose infizierten.

Hauptsächlich leiden ältere, chronisch kranke Menschen mit geschwächtem Immunsystem an der Legionärskrankheit. Auch Patienten, die eine das Immunsystem unterdrückende Therapie erhalten wie zum Beispiel eine Chemo- oder Kortisontherapie, sind besonders gefährdet. Insgesamt erkranken mehr Männer als Frauen an der Legionärskrankheit, vor allem ab dem 50. Lebensjahr.

Alle Fälle von Legionärskrankheit müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden. In Deutschland gibt es jährlich etwa 600 gemeldete Erkrankungen. Es wird aber davon ausgegangen, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist, da nicht jede Legionärskrankheit als solche erkannt wird. Häufig wird sie mit anderen und viel häufigeren Formen von Lungenentzündung verwechselt - nur bis zu fünf Prozent aller Lungenentzündungen macht die Legionellose aus.

Die Legionärskrankheit ist weltweit verbreitet und taucht entweder als einzelner Krankheitsfall (sporadisch) auf, oder es infizieren sich gleich mehrere Personen gleichzeitig (Epidemie).

Zum Inhaltsverzeichnis

Legionärskrankheit: Symptome

Die Legionärskrankheit beginnt nach einer Inkubationszeit von zwei bis zehn Tagen. Dies entspricht der Zeit zwischen der Ansteckung mit den Bakterien und dem Ausbruch der Symptome. Wichtige Legionärskrankheit-Symptome sind hohes Fieber, das schnell bis 40° C ansteigen kann und Schüttelfrost. Zusätzlich entwickelt sich eine sogenannte atypische Lungenentzündung. Diese wird häufig begleitet von trockenem, unproduktivem Husten. Zusätzlich haben die Patienten eine Lungenfell- oder Kehlkopfentzündung sowie Schnupfen, Glieder- und Muskelschmerzen. Typisch für eine Legionellose sind auch Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Dazu zählen Übelkeit und Durchfall. Einige Patienten mit Legionärskrankheit entwickeln eine Gehirnentzündung (Enzephalitis), die mit Verwirrtheit einhergeht.

Von der Legionärskrankheit zu unterscheiden ist das Pontiac-Fieber, das von den gleichen Bakterien ausgelöst wird. Im Gegensatz zur Legionärskrankheit treten beim Pontiac-Fieber nur grippeähnliche Symptome ohne Lungenentzündung auf. Die Inkubationszeit beträgt nur ein bis drei Tage, und die Infektion verläuft insgesamt harmloser als bei der Legionärskrankheit.

Pin
Send
Share
Send
Send