Krankheiten

Heimbewohner - die Rechte

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  • Zeit ist Hirn! Warnsignale schnell erkennen

    Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Ist die Blutversorgung im Gehirn durch ein Gerinnsel oder eine Hirnblutung erst mal unterbrochen, sterben Nervenzellen ab. Je schneller die Ursache beseitigt werden kann, desto weniger Hirnsubstanz geht verloren. „Time is Brain - Zeit ist Hirn“ lautet daher die Devise. Nehmen Sie darum jedes einzelne der im Folgenden vorgestellten Warnsignale unbedingt ernst.
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  • Schnell zum Arzt

    Auch wenn die beschriebenen Alarmzeichen nur wenige Minuten andauern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er kann zum Beispiel mithilfe eines Hirnscans feststellen, ob die Beschwerden harmlos sind oder tatsächlich Vorboten eines Schlaganfalles sind.
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  • Extreme Kopfschmerzen

    Reißt eine angeborene Schwachstelle in den Blutgefäßen des Gehirns (Aneurysma), kommt es zu einer Hirnblutung, die extreme Kopfschmerzen verursachen kann. Sie kann mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen.
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  • Alles dreht sich

    Schwindel kann viele Ursachen haben - ein Schlaganfall ist nur eine Möglichkeit unter vielen. In Verbindung mit anderen Symptomen kann er aber auf einen Infarkt im Gehirn hinweisen.
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  • Plötzliche Lähmungen

    Wenn aus heiterem Himmel Lähmungen auf einer Körperseite auftreten, ist das ein wichtiges Warnsignal für einen möglichen Schlaganfall. Typisch ist beispielsweise ein herabhängender Mundwinkel auf einer Seite oder in hängendes Augenlid. Auch ein taubes Gefühl in einer Gesichtshälfte, einem Arm oder Bein kann ein Hinweis sein.
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  • Schlechte Sicht

    Ein Schlaganfall kann auch das Sehvermögen betreffen. Der Kranke hat plötzlich Schwierigkeiten, räumlich zu sehen, er sieht doppelt oder kann sich nur noch schlecht orientieren. Typisch ist auch eine Einschränkung des Sichtfelds auf einer Seite. Dann nimmt der Patient beispielsweise Gegenstände oder Personen, die sich auf der linken Seite seines Körpers befinden, nicht mehr wahr. Einige Pateinten erblinden zeitweise auf einem Auge ganz.
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  • Wie bitte?

    Ist das Sprachzentrum im Gehirn von einem Schlaganfall betroffen, sprechen manche Patienten stockend oder abgehackt. Andere verdrehen Silben oder Buchstaben oder verwechseln ganze Wörter. Einige wenige können sogar gar nicht mehr sprechen. Umgekehrt kann auch das Sprachverständnis gestört sein: Die Patienten können zwar noch selbst sprechen, verstehen aber nicht mehr, was man ihnen sagt.


  • Von Christiane FuxMedizinredakteurin

Recht zur Mitsprache

Auch wenn der Heimträger alle wichtigen organisatorischen Entscheidungen trifft - die Bewohner haben eine Möglichkeit zur Mitsprache. Dies geschieht über eines von drei Vertretungsorganen: Heimbeirat, Heimfürsprecher oder Ersatzgremium. Die Heimleitung muss alle wichtigen geplanten Veränderungen rechtzeitig vorher mit der jeweiligen Bewohnervertretung besprechen.

" Heimbeirat

In den Heimbeirat können Angehörige und andere Vertrauenspersonen neben den Bewohnerinnen und Bewohnern gewählt werden. Gemeinsam schlagen sie Veränderungen vor, leiten Beschwerden von Bewohnern weiter und helfen neuen Mitbewohnern bei der Eingewöhnung.

Der Heimbeirat muss an den Vergütungsverhandlungen sowie an den Verhandlungen über Leistungs- und Qualitätsvereinbarungen beteiligt werden. Der Heimbeirat wird in die Qualitätssicherung und in die Überwachung durch die Heimaufsicht einbezogen.

Die Heimleitung muss den Heimbeirat unter anderem in folgenden Situationen einbeziehen:

  • Erarbeiten von Heimmusterverträgen,
  • Aufstellen der Heimordnung,
  • Änderung der Heimkosten,
  • Veranstaltungen für die Bewohner,
  • Bauliche Veränderungen,
  • Förderung der Qualität von Unterkunft, Betreuung und Verpflegung;

" Heimfürsprecher

Finden sich in einem Heim nicht mindestens drei Freiwillige, die gemeinsam einen Heimbeirat bilden, wird stattdessen ein einzelner Heimfürsprecher gewählt. Das kann ein Bewohner, Angehöriger oder Betreuer eines Bewohners sein. Der Heimfürsprecher bleibt nur so lange im Amt, bis wieder ein neuer Heimbeirat gewählt ist.

" Ersatzgremium

Eine Alternative zum Heimfürsprecher ist das Ersatzgremium. Es kann sich aus Angehörigen, Betreuern sowie Vertretern von Senioren- oder Behindertenselbsthilfegruppen zusammensetzen. Der Heimfürsprecher oder das Ersatzgremium haben die gleichen Aufgaben und Rechte wie der Heimbeirat. Sie werden vor allem herangezogen, wenn unter den Bewohnern fast ausschließlich schwer Pflegebedürftige oder Demenzkranke sind, die nicht selbst für sich sprechen können.

Heimaufsicht, Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK), Pflegekassen und Träger der Sozialhilfe müssen besser zusammenarbeiten. Alle Beteiligten bilden Arbeitsgemeinschaften, in denen sie ihre Arbeit miteinander abstimmen.

Abschluss des Heimvertrags

Der Heimvertrag wird zwischen dem Heimträger und neuen Bewohner geschlossen, er hält die Rechte und Pflichten beider Seiten fest. Das Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz sowie die entsprechenden Länderregelungen geben den Rahmen vor, die jeder Heimvertrag enthalten muss. So hat jeder zukünftige Bewohner das Recht, sich rechtzeitig vor Vertragsschluss schriftlich über den Inhalt des Vertrages (z.B. durch einen Mustervertrag) zu informieren. Der Betroffene soll sich in Ruhe mit dem Inhalt vertraut machen können und gegebenenfalls Vertraute hinzuziehen. Beratung zu Heimverträgen bieten zahlreiche Verbraucherschutzorganisationen sowie die Bundesinteressenvertretung der Altenheimbewohner (BIVA).

Im Vertrag müssen die Möglichkeiten zu Beratung und Beschwerden (Heimaufsicht) mit Angabe der Ansprechadressen explizit aufgeführt sein. Jenseits der gesetzlichen Mindestanforderungen (wie Schutz der Bewohner oder Vereinbarungen mit den Sozialhilfeträgern) können die Bewohner den Inhalt des Vertrages aushandeln. In keinem Fall sind sie verpflichtet, den Heimvertrag unverändert anzunehmen. Zusatzregelungen zugunsten der Bewohner beanstandet die Heimaufsicht üblicherweise nicht.

Was bedeuten meine Laborwerte?

Inhalt des Heimvertrags

Jeder Heimvertrag muss die Leistungen des Heims im Einzelnen beschreiben. Dazu gehören beispielsweise das Pflegeleitbild, der Umfang aktivierender und rehabilitativer Maßnahmen sowie die ärztliche Versorgung und Beschäftigungsangebote. Es muss auch vermerkt sein, welche Leistungen externe Dienstleister erbringen. Es werden die Räumlichkeiten und die Möglichkeiten zur Nutzung beschrieben, beispielsweise wo das Essen eingenommen wird und ob Haustiere erlaubt sind.

Das Zimmer oder Apartment muss unter Angabe der Lage im Haus und der Größe konkret benannt werden. Genauso werden die Ausstattung der Unterkunft und die Wohnnebenkosten detailliert aufgelistet. Hier sollte auch stehen, welche persönlichen Einrichtungsgegenstände der Bewohner in die neue Wohnstatt mitbringen darf.

Der Vertrag stellt den hauswirtschaftlichen Service, die Verpflegung, Pflegeleistungen, vorhandene Hilfsmittel und die individuell vereinbarten Zusatzleistungen dar. Achten Sie darauf, dass die Leistungen und Wohnbedingungen möglichst genau beschrieben werden. Leistungen, die im Heimvertrag nicht enthalten sind, können Sie im Nachhinein nicht einfordern - außer über ein erhöhtes Entgelt.

Die Kosten für den Heimaufenthalt müssen klar ersichtlich sein: Welche Leistungen sind enthalten und wo können Zusatzkosten entstehen? Die Bewohner müssen abschätzen können, welche finanziellen Belastungen auf sie zukommen, wenn sie die jeweilige Zusatzleistung in Anspruch nehmen. Ebenso wichtig ist, welchen Anteil die Pflegeversicherung bei bestehender Pflegebedürftigkeit übernimmt.

Die Entgelte für Betreuung einschließlich Pflege, für Unterkunft, Verpflegung sowie für weitere Leistungen müssen gesondert angegeben werden. Die Entgelterhöhungen durch die Heimträger müssen vier Wochen vor ihrem Wirksamwerden mitgeteilt und begründet werden. Eine Differenzierung der Heimentgelte nach Kostenträgern ist unzulässig.

Video: Großbritannien: Rechte spalten Konservative. Weltbilder. NDR (September 2020).

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