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Mehrgenerationenhäuser - Projekt Großfamilie

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Verstreute Verwandte

Großfamilien gibt es kaum mehr und wenn, dann sind die Großeltern, Onkel und Tanten oft weit übers Land verstreut - sofern es sie überhaupt gibt. Berufstätige müssen flexibel und mobil sein, wollen aber, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind. Älteren Menschen fehlen dagegen oft der Kontakt, die Ansprache und eine Aufgabe. Ein normales Miteinander und Hilfestellung im Alltag sind Fehlanzeige. Damit verschwinden auch informelle Netzwerke, Alltagskompetenzen und Erziehungswissen. Die Mehrgenerationenhäuser sind ein Projekt der ehemaligen Familienministerin Ursula von der Leyen.

Treffpunkt der Generationen

Alle Generationen unter einem Dach, das Prinzip Großfamilie auf die heutige Gesellschaft mit wenigen Jungen und vielen Alten übertragen - so die Grundidee der Mehrgenerationenhäuser. Gemeint ist aber weniger das gemeinsame Zusammenleben von Menschen verschiedenen Alters, als vielmehr das gegenseitige Geben und Nehmen, weshalb Kritiker den Namen auch ein wenig irreführend finden. Im Vordergrund stehen aber der Zusammenhalt der Generationen durch den Austausch zwischen Jung und Alt sowie die Betreuungs- und Dienstleistungsangebote für jede Altersgruppe.

Förderung mit Millionen

Initiiert wurde das bundesweite Aktionsprojekt Mehrgenerationenhäuser vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Im Projekt "Mehrgenerationenhäuser II" erhielten 450 Häuser über einen Zeitraum von drei Jahren (2012-2014) einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 40.000 Euro.

Regionale Netzwerke

Ziel ist es, die Erfahrungen und Potenziale aller Menschen und Generationen zu nutzen - von Jung, Alt, Singles, Familien, Laien oder professionellen Diensten. Wichtig sind das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung auch außerhalb der Familien.

Mehrgenerationenhäuser sind offene Treffpunkte, an denen Menschen unterschiedlichen Alters zusammen kommen. Sie helfen, Kinder zu fördern, Familien zu beraten, Engagement zu entwickeln, älteren Menschen eine neue Aufgabe zu geben und familiennahe, generationsübergreifende Dienstleistungen zu entwickeln. Das geht von der Kinderbetreuung über Dienstleistungen rund um den Haushalt und Garten bis hin zu Serviceleistungen für Senioren.

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