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Katzenallergie

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Katzenallergie (Katzenhaarallergie) ist eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Eiweiße, die von Katzen abgegeben werden. Diese befinden sich vor allem im Speichel und Urin der Katze und gelangen von da aus in die Luft. Eine unbehandelte Katzenallergie kann im Extremfall zu Asthma bronchiale führen. Lesen Sie hier alles Wichtige zur Katzenallergie.

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. J30ArtikelübersichtKatzenallergie

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Katzenallergie: Beschreibung

Eine Katzenallergie ist eine allergische Reaktion auf bestimmte Stoffe von Katzen. Sie geben mit ihrem Speichel, Urin und dem Sekret der Hautdrüsen ein bestimmtes Eiweiß ab. Über Staubpartikel und Katzenhaare verteilen sich diese Eiweiße in der Raumluft. Bereits kleinste Mengen können Schleimhäute und Atemwege des Menschen reizen und allergische Reaktionen auslösen.

Entgegen der weitverbreiteten Meinung sind es nicht die Haare der Katze, die die Katzenallergie auslösen. Die Bezeichnung Katzenhaarallergie ist demnach medizinisch nicht ganz korrekt. Dennoch wird die Katzenallergie im allgemeinen Sprachgebrauch häufig noch als Katenhaarallergie bezeichnet.

Von den Tierhaarallergien ist die Katzenallergie am weitesten verbreitet. Menschen, die einmal eine allergische Reaktion auf Katzen gezeigt haben, reagieren in der Regel danach dauerhaft mit einer Allergie.

Katzen produzieren nicht alle die gleiche Art des Allergens. Bei verschiedenen Katzenarten kann dieses Eiweiß leicht verändert sein. In den meisten Fällen reagieren Menschen mit einer Katzenallergie, auf alle Arten von Katzen allergisch. Es kommt jedoch auch vor, dass beispielsweise nur Angorakatzen Reaktionen auslösen.

Eine Katzenallergie zeigt sich durch verschiedene Symptome. Katzenallergie- Betroffene leiden beispielsweise unter Juckreiz oder Niesanfällen. Diese Beschwerden sind zwar nicht gefährlich, aber sehr lästig. Wird sie über einen langen Zeitraum nicht behandelt, kann sich bei der Katzenallergie Asthma entwickeln.

Die Antwort auf die Frage „Katzenhaarallergie- was tun?“ richtet sich meistens nach der subjektiven Einschätzung der Betroffenen. In vielen Fällen verursacht eine Katzenallergie so geringe Beschwerden, dass auf den Besuch beim Arzt verzichtet wird. Bei einigen Betroffenen nimmt die Schwere der Symptome im Verlauf zu, sodass eine Katzenallergie häufig auch erst viele Jahre nach ihrer Entstehung behandelt wird.

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Katzenallergie: Symptome

Alles Wichtige zu den Beschwerden bei Katzenallergie lesen Sie unter Katzenallergie - Symptome.

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Katzenallergie: Ursachen und Risikofaktoren

Auslöser einer Katzenallergie sind eigentlich harmlose Eiweiße, die sich im Speichel, im Urin, im Sekret der Haut-und Talgdrüsen und in der Tränenflüssigkeit von Katzen befinden. Neuere Untersuchungen zeigen, dass die Eiweiße wahrscheinlich in der Haut der Tiere gebildet werden.

Der Grund, warum manche unter einer Katzenallergie leiden, liegt an einer Fehlfunktion des Immunsystems. Bei Allergikern lösen die Eiweiße eine übersteigerte Reaktion des Immunsystems aus. Solche Stoffe werden als Allergen bezeichnet. Nicht jede Person, die eine Katzenallergie hat, reagiert auf alle Arten von Katzen mit den gleichen Symptomen einer Allergie.

Katzen produzieren je nach Alter, Geschlecht und Rasse unterschiedliche Mengen an Fel d 1. So wird das Allergen der Katzenallergie genannt, nach dem lateinischen Namen für die Hauskatze Felis domesticus. Bestimmte Katzenarten besitzen außerdem auch andere Fel d-Allergene. Bis heute sind Fel d-Allergene von 1 bis 7 bekannt.

Durch das tägliche Putzen und Lecken verteilen die Tiere die Eiweiße auf ihrem Fell oder über den Urin im Katzenklo. Durch Staubpartikel, die sich an die Eiweiße heften, sowie durch Haare und Hautschuppen, die Katzen kontinuierlich verlieren, werden die Eiweiße in der Raumluft verteilt. Vor allem Katzenbesitzer haben Haare oder Hautschuppen ihrer Tiere an der Kleidung und ihrem Körper. So gelangen Allergene auch an Orte, an denen sich gar keine Katze aufhält.

Eine Katzenallergie besteht übrigens nicht nur gegen Hauskatzen. Auch Raubkatzen wie Tiger oder Löwen produzieren dieses Allergen. Menschen, die eine Katzenallergie haben, können daher auch im Zoo oder im Zirkus Symptome zeigen.

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Katzenallergie: Untersuchungen und Diagnose

Der richtige Ansprechpartner bei dem Verdacht auf eine Katzenallergie ist ein Facharzt für Allergien (Allergologe). Sind Sie nicht sicher, auf welche Ursachen Ihre Beschwerden zurückzuführen sind, können Sie auch zuerst Ihren Hausarzt aufsuchen. In jedem Fall wird in einem ersten Gespräch die Krankengeschichte (Anamnese) erhoben. Dabei haben Sie die Möglichkeit, Ihre Beschwerden genau zu schildern. Dabei kann der Arzt Fragen stellen wie:

  • Seit wann bestehen die Beschwerden schon?
  • Haben Sie diese Symptome vorwiegend wenn Sie drinnen sind?
  • Treten diese Beschwerden nur bei Ihnen im Haus auf oder auch woanders?
  • Haben Sie Haustiere und wenn ja welche?

Bei dem Verdacht auf eine Allergie wird nach der Anamnese ein spezieller Allergietest durchgeführt. In den meisten Fällen kommt dabei der sogenannte Prick-Test zur Anwendung. Bei dem Prick-Test werden verschiedene Allergene auf den Unterarm oder den Rücken des Betroffenen getropft. Danach wird die Haut darunter vorsichtig angeritzt. Bei Menschen ohne eine Allergie ergeben sich keine Hautveränderungen. Liegt eine Katzenallergie vor, rötet sich die Haut unter dem entsprechenden Allergen nach etwa 15 bis 20 Minuten und schwillt leicht an.

Um die Diagnose zu sichern, wird anschließend ein Bluttest durchgeführt. Dabei wird das Blut auf enthaltene Antikörper getestet (Enzym-Allergo-Sorbent-Test). Dieser Bluttest ist etwas teurer als andere Untersuchungsmethoden und wird deshalb nur dann durchgeführt, wenn der Arzt schon ein bestimmtes Allergen als Auslöser vermutet. Andere Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma oder eine Infektion können so ausgeschlossen werden.

In der Vergangenheit häufig, heute jedoch nur noch selten angewandt, wird der sogenannte Provokationstest. Bei dem Provokationstest wird das Allergen direkt in die Nase eingebracht, um die vermutete allergische Reaktion hervorzurufen. Der Provokationstest ist relativ gefährlich, da die Schwere der Allergie vorher nicht abgeschätzt werden kann, und wird deswegen nur unter strenger Aufsicht durchgeführt.

Allergie-Tagebuch

In einigen Fällen kann der Arzt bei dem ersten Gespräch noch keine Verdachtsdiagnose stellen. Dann wird ein zweiter Termin mit einem Abstand von einigen Monaten ausgemacht. Während dieser Monate bittet Sie der Arzt, eine Art Tagebuch über Ihre Symptome zu schreiben. Darin sollten Sie festhalten:

  • Art, Schwere und Dauer der Beschwerden
  • Tageszeit, zu der sie auftraten
  • Medikamenteneinnahme
  • Ernährung
  • Aktivitäten
  • Umwelteinflüsse

Durch die Auswertung des Allergie-Tagebuchs erhält der Arzt gezieltere Hinweise auf den Auslöser der Allergie. In unsicheren Fällen finden also Hauttest und Blutuntersuchung erst nach einem zweiten Gespräch beim Arzt statt.

Bei der Frage „Katzenallergie - was tun?“ kommt es auch auf die Schwere der Symptome sowie auf eventuell zusätzlich vorhandene andere Auslöser an. Meistens kann die Schwere der Symptome schon anhand der Anamnese und des Allergietests bestimmt werden. Je nachdem, wie stark Sie sich im Alltag durch die Allergie beeinträchtigt fühlen, wird dann die Art der Therapie festgelegt.

Video: Hoffnung für alle Katzenallergiker (August 2020).

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