Krankheiten

Hodenentzündung

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Bei der Hodenentzündung (Orchitis) handelt es sich um eine schmerzhafte Infektion des Hodens mit Viren oder Bakterien. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche. Auch sexuell aktive Männer oder Patienten mit Prostataerkrankungen entwickeln häufiger eine Hodenentzündung. Da der Hoden eine wichtige Rolle bei der Fortpflanzung spielt, und Hodenerkrankungen zum Verlust der Zeugungsfähigkeit führen können, sollte bei Beschwerden immer schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Lesen Sie mehr über die Hodenentzündung!

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. N45ArtikelübersichtHodenentzündung

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Hodenentzündung: Beschreibung

Die Hodenentzündung (Orchitis) ist eine meist durch Viren verursachte Entzündung des Hodengewebes. Sie kann einseitig oder beidseitig auftreten. In den meisten Fällen erstreckt sich die Entzündung auch auf den/die Nebenhoden. Die kombinierte Entzündung der Hoden und Nebenhoden wird Epididymorchitis genannt.

Eine Hodenentzündung tritt vor allem bei Jungen nach der Pubertät und Männern auf. Bei Kindern ist sie seltener. In den meisten Fällen lässt sich die Erkrankung erfolgreich behandeln.

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Hodenentzündung: Symptome

Je nach Ursache der Hodenentzündung kommt es zu leicht unterschiedlichen Symptomen. Bei einer Virusinfektion treten innerhalb von wenigen Stunden plötzlich Schmerzen und eine Schwellung im Hodenbereich auf. Berührungen, enge Kleidung und Bewegungen sind schmerzhaft. Der Hoden ist gerötet. Sehr oft sind Mumps-Viren die Verursacher der Hodenentzündung. Die Patienten haben dann meist auch eine Schwellung der Ohrspeicheldrüsen und Schmerzen im Gesichts- und Halsbereich, insbesondere beim Kauen.

Auch eine bakterielle Hodenentzündung geht mit starken Schmerzen, Rötung und Schwellung einher. Allerdings entwickeln sich die Symptome im Verlauf einiger Tage und nicht innerhalb von Stunden. Bei einer bakteriellen Entzündung ist meist auch der Nebenhoden betroffen.

Bei einer Hodenentzündung kann auch Fieber auftreten.

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Hodenentzündung: Ursachen und Risikofaktoren

Die häufigste Ursache für eine Hodenentzündung ist eine Infektion mit Mumps-Viren. Diese Erreger sind hoch ansteckend und werden ähnlich wie die Grippe-Viren etwa beim Niesen oder Husten über kleinste Tröpfchen im Raum verteilt. Eine Hodenentzündung tritt als Folgeerkrankung von Mumps oft bei Jugendlichen und Männern auf. Kinder entwickeln seltener eine Orchitis.

Auch im Rahmen anderer Virus-Infektionen kann sich eine Hodenentzündung entwickeln, etwa bei Infektionen mit Varizellen (Erreger der Windpocken und Gürtelrose), Ebstein-Barr-Virus (Erreger der Mononukleose = Pfeiffersches Drüsenfieber) oder Coxsackie-Viren.

Ebenso können bakterielle Infektionen zum Auslöser einer Orchitis werden, beispielsweise eine Salmonellose oder Brucellose. Auch infolge einer sexuell übertragbaren Krankheit wie Gonorrhö oder Lues (Syphilis) können sich die Hoden entzünden.

Manchmal leiden die Patienten zuerst an einer Nebenhodenentzündung (Epidiymitis), etwa durch aufsteigende Keime bei einem Harnwegsinfekt. In weiterer Folge können sich die Erreger von den Nebenhoden aus auch auf die Hoden ausbreiten.

Eine Hodenentzündung kann auch die Folge eines Traumas sein.

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Hodenentzündung: Untersuchungen und Diagnose

Aus der Schilderung der Symptome und der vorsichtigen Untersuchung des Hodens kann der Arzt meist sehr schnell auf eine Hodenentzündung schließen. Ein wichtiges diagnostisches Zeichen ist das sogenannte Prehn-Zeichen: Bei einer Hodenentzündung lässt der Schmerz oft nach, wenn der Hoden leicht angehoben wird. Mithilfe einer besonderen Ultraschall-Untersuchung (Dopplersonografie) prüft der Arzt außerdem die Durchblutung des Hodens. Bei einer Entzündung ist die Durchblutung gesteigert.

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