Krankheiten

Hirnblutung

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Zu einer Hirnblutung (Gehirnblutung) kommt es, wenn ein Blutgefäß im Gehirn platzt. Mediziner sprechen dann auch von einem Schlaganfall durch Hirnblutung (hämorrhagischer Hirninfarkt). Das austretende Blut kann die Funktion im betroffenen Hirnbereich stören. Je nachdem, wo die Hirnblutung auftritt, unterscheidet man zum Beispiel die intrazerebrale Blutung (ICB), Subarachnoidalblutung und Epiduralblutung. Lesen Sie mehr über Ursachen, Diagnose und Behandlung einer Hirnblutung.

ICD-Codes für diese Krankheit: ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits-bescheinigungen. I61I62S06I60ArtikelübersichtHirnblutung

  • Beschreibung
  • Symptome
  • Ursachen und Risikofaktoren
  • Untersuchungen und Diagnose
  • Behandlung
  • Krankheitsverlauf und Prognose

Hirnblutung: Beschreibung

Bei einem Schlaganfall durch Hirnblutung (hämorrhagischer Schlaganfall oder Infarkt) bildet sich ein Bluterguss (Hämatom) im Hirngewebe, der durch Platzen eines Blutgefäßes entsteht. Es kommt zu Funktionsstörungen im betroffenen Gebiet, und das Hirngewebe stirbt teilweise ab.

Der Überbegriff Hirnblutung umfasst verschiedene Krankheitsbilder:

Intrazerebrale Blutung (parenchymatöse Blutung, intrazerebrales Hämatom)

Eine intrazerebrale Blutung (ICB) ist eine Einblutung in das Hirngewebe (Hirnparenchym), verursacht durch das Platzen eines Hirngefäßes. Ein Hauptrisikofaktor dafür ist Bluthochdruck, besonders in Kombination mit Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Weil die intrazerebrale Blutung in der Regel einen relativ großen Bereich des Gehirns betrifft, sprechen Mediziner auch von Hirnmassenblutung. Auch der Begriff „intrazerebrales Hämatom“ wird öfters verwendet. Nach der genauen Lage des Hämatoms wird diese Form der Hirnblutung noch weiter unterteilt, etwa in supra- beziehungsweise infratentorielle Hämatome. Das sind Hämatome oberhalb beziehungsweise unterhalb des Tentoriums (Kleinhirnzelt, eine Haut zwischen Klein- und Großhirn).

Die intrazerebrale Blutung macht etwa zehn Prozent aller Schlaganfälle aus. In den restlichen 90 Prozent der Fälle handelt es sich um einen Schlaganfall durch Gefäßverschluss (ischämischer Hirninfarkt).

Epidurale Blutung (Epiduralblutung, Epiduralhämatom)

Bei einer Epiduralblutung sammelt sich Blut zwischen dem Schädelknochen und der äußersten Hirnhaut (harte Hirnhaut oder Dura mater). Diese Form der Hirnblutung ist meist traumatisch bedingt und tritt in der Regel in Verbindung mit einer Schädelfraktur auf.

Subdurale Blutung (Subduralblutung, Subduralhämatom)

Bei einer Subduralblutung sammelt sich Blut zwischen der harten Hirnhaut (Dura mater) und der Spinngewebshaut (Arachnoidea). Auch hier ist die Ursache meist ein traumatisch bedingter Riss von Blutgefäßen. In manchen Fällen entwickelt sich das Subduralhämatom rasch/akut, in anderen Fällen langsam/chronisch. Insgesamt kommt eine subdurale Blutung drei- bis fünfmal häufiger vor als eine epidurale Blutung.

Subarachnoidalblutung

Die Subarachnoidalblutung entsteht direkt an der Hirnoberfläche und kann zu Schlaganfällen führen. Lesen Sie alles dazu im Beitrag Subarachnoidalblutung!

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Hirnblutung: Symptome

Alles Wichtige zu möglichen Anzeichen einer Gehirnblutung lesen Sie im Beitrag Hirnblutung - Symptome.

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Hirnblutung: Ursachen und Risikofaktoren

Bluthochdruck

Die häufigste Ursache für den Schlaganfall durch Hirnblutung (hämorrhagischer Hirninfarkt) ist hoher Blutdruck (Hypertonie). Er bewirkt, dass die Gefäßwände mit den Jahren an Elastizität verlieren. Plötzlich auftretende Blutdruckspitzen (zum Beispiel bei körperlicher Anstrengung oder einer hypertensiven Krise) können dann leicht die Gefäße im Gehirn reißen lassen und eine Hirnblutung verursachen.

Andere Ursachen

Ischämische Schlaganfälle (Hirninfarkt durch Gefäßverschluss) können in ihrem Verlauf einbluten.

Eine Hirnblutung kann auch durch Gefäßfehlbildungen verursacht werden wie Aussackungen der Gefäßwand (Aneurysmen, Aneurysmata). Als weitere mögliche Ursache von Hirnblutungen gelten abnorm brüchige Gefäße wie etwa bei der Amyloidangiopathie - einer Gefäßerkrankung, deren Ursache nicht genau bekannt ist. Hierbei lagern sich in den Gefäßwänden abnorm veränderte Eiweiße ab (Amyloide), was die Gefäße brüchig macht. Das kann wiederholt zu einer Hirnblutung führen. Langfristig setzt bei diesen Patienten vielfach ein geistiger Abbau (Demenz) ein.

In manchen Fällen ist die Hirnblutung eine Folge einer erhöhten Blutungsneigung (Blutungsdiathese). Eine solche besteht zum Beispiel bei Einnahme gerinnungshemmender Medikamente, bei der Bluterkrankheit (Hämophilie), bei einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) sowie bei Leukämie.

Zu einer Hirnblutung kann es unter anderem auch im Zusammenhang mit Drogenmissbrauch (Kokain, Amphetamine etc.), einem Schädel-Hirn-Trauma und Tumoren kommen.

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Hirnblutung: Untersuchungen und Diagnose

Eine schnelle Diagnose und ein rascher Therapiebeginn sind bei einer Gehirnblutung sehr wichtig.

Video: Was ist eine Hirnblutung? Wie behandelt man ein Aneurysma im Kopf? (August 2020).

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